Das Stadtcafé Fritz war seit 1899 über Jahrzehnte hinweg der bekannte Dreh- und Angelpunkt im Kindberger Stadtzentrum. Im Juni 2024 hat Inhaber Jörg Fritz das Café zugesperrt. Seit diesem Zeitpunkt fehlt dem Kindberger Zentrum ein wichtiger Frequenzbringer – bis sich Markus Gruber ein Herz genommen hat und das Kaffeehaus unlängst wiedereröffnete.
Üblicherweise verlassen an solchen Eröffnungstagen die Handwerker durch die Hintertür die Baustelle, währenddessen die Ehrengäste bei der Vordertür einmarschieren. Nicht so beim neuen „Café Max“ in der Kindberger Fußgängerzone. Die Eröffnungsfeier wäre für den Abend geplant gewesen, aber weil schon alles fertig war, durfte Neo-Gastwirt Markus Gruber bereits um Punkt 13.50 Uhr mit Viktoria den allerersten Gast mit einem Glas Sekt begrüßen.
„Das Ergebnis kann sich sehen lassen“
Zum Soft-Opening am Abend hat Gruber Vertreter der Stadt und der Stadtgemeinde sowie die am Umbau beteiligten Unternehmer eingeladen. „Eine mehr als 100-jährige Kaffeehaustradition erhält eine Fortführung. Ich danke meinem Vorgänger Jörg Fritz für die reibungslose Übernahme und für die faire Abwicklung. Ganz besonders aber danke ich meiner Familie. In den vergangenen drei Monaten hat es unzählige produktive Streitereien gegeben, die uns als Familie jedoch nur gestärkt haben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.“
Und in Richtung Werbegemeinschaft richtete er aus: „Ich will Motor sein, um das Stadtzentrum weiterzuentwickeln.“ Einen Satz, den der Kindberger Bürgermeister Christian Sander gerne aufgriff: „Es bedarf gemeinsamer Anstrengungen, um eine Stadt voranzubringen. Dazu sind genau solche Impulse ungemein wertvoll.“
Im Testlauf hat das Kaffeehaus von Sonntag bis Freitag vorerst in der Zeit zwischen 8 und 19 Uhr sowie am Samstag von 7 bis 19 Uhr geöffnet. Das „Café Max“ wird als klassisches Kaffeehaus geführt, mit einem Frühstücksangebot bis 13 Uhr.