Die Anklage in Minneapolis hatte zuvor auf die Forderung nach der Todesstrafe verzichtet. Richter Tunheim sprach von einem "brutalen Angriff auf gewählte Amtsträger und ihre Familien". Er komme einem "Angriff auf die Demokratie" gleich, sagte er laut der Zeitung "Minnesota Star Tribune".

Boelter hatte als Polizist verkleidet am Haus der Hortmans geläutet und das Paar kaltblütig erschossen. Zuvor hatte er bereits den Politiker John Hoffman und seine Frau Yvette durch Schüsse schwer verletzt, beide überlebten jedoch.

Melissa Hortman und John Hoffman saßen für die Demokratische Partei im Kongress des US-Staats Minnesota. Im Auto des Täters fanden die Ermittler später eine Art Todesliste mit mehr als 45 Politikernamen. Nach Ermittlerangaben war Boelter offenbar Abtreibungsgegner und von einem Hass auf Demokraten angetrieben.

Die USA werden immer wieder von politischer Gewalt erschüttert. Der heutige Präsident Donald Trump wurde während eines Wahlkampfauftritts 2024 durch einen Schuss am Ohr verletzt. Im vergangenen September erschoss ein Mann zudem den Trump-nahen Aktivisten Charlie Kirk.