Es war ein stressiger Tag im Rahmen der Tour de France, und dafür sorgte auf dem 18. Teilstück nicht nur das Profil. Denn lange Zeit wurde ein hektischer Kampf um die Fluchtgruppe geführt. Dadurch wurden immer wieder kleine Attacken lanciert, und das Tempo war früh hoch. Erst diktierte Mads Pedersen das Geschehen. Dem Dänen ging es freilich nicht um den Tagessieg, er wollte es über die drei Berge bis zum Zwischensprint schaffen. Immerhin wurden 25 Punkte vergeben, und Pedersen wollte seine dünne Führung absichern. Das gelang auch.

Doch waren da noch 50 Kilometer und der Schlussanstieg nach Orcières-Merlette zu fahren. Pedersen spielte in der Folge keine Rolle mehr, sein Arbeitstag klang auf kleinerem Gang aus. Um den Tagessieg kämpfte eine Gruppe, die aus sechs hochkarätigen (Berg-)Fahrern bestand. Tokio-Olympiasieger Richard Carapaz (EF Education - EasyPost) kristallisierte sich als stärkster Fahrer heraus und feierte seinen zweiten Etappensieg im Rahmen der Tour nach 2024.

Kurz bevor es in den letzten Berg ging, wurde Tadej Pogačar (UAE Team Emirates - XRG) nur noch von Isaac del Toro und Felix Großschartner unterstützt. Sein Team zeigte nicht die bekannte Dominanz und schien verwundbar zu sein. Edelhelfer Brandon McNulty stieg sogar aus der Tour aus. Die Konkurrenz witterte in der Gruppe der Kapitäne wohl ein wenig Morgenluft. Doch der Slowene wusste zu bestehen und bestätigte seine deutliche Führung im Gesamtklassement. Am Freitag wartet der legendäre Anstieg hinauf nach Alpe d‘Huez (13.45 Uhr, Eurosport bzw. 14.45 Uhr ServusTV).