Als einziger männlicher Österreicher hat sich der 16-jährige Josef Schellnegger für die Nachwuchs-Europameisterschaften im Voltigieren qualifiziert, die von 29. Juli bis 2. August im französischen Le Mans über die Bühne gehen werden. Er tritt bei den Junioren an.

„Das ist für mich schon etwas sehr Besonderes“, freut sich der Gleisdorfer, der im Einzelvoltigieren antritt. Die Qualifikation erfolgte im Vorfeld durch seine Teilnahme bei den Bundesmeisterschaften und beim internationalen Voltigierturnier in Stadl Paura, wo Schellnegger den dritten Platz holte.

Im vergangenen Jahr war er bei der WM dabei und landete unter die Top zehn
Im vergangenen Jahr war er bei der WM dabei und landete unter die Top zehn © Andrea Fuchshumer

Seit einem Monat wird intensiv trainiert. Neben Pflichtübungen muss er auch eine Kür (bestehend aus mehreren Übungen) präsentieren. „Dabei werde ich versuchen, einen Barkeeper aus den 80er-Jahren darzustellen“, erzählt er. Dabei wird besonders auf die korrekte Ausführung der einzelnen Übungen geachtet. Jeder Handgriff muss sitzen.

„Besser sein als bei WM“

Bereits am Samstag geht es für den jungen Athleten, der sich seit acht Jahren dem Turnen am Pferd verschrieben hat, nach Frankreich. Turniertage sind am Mittwoch und Donnerstag, das Finale findet am kommenden Freitag statt. Unterstützt wird er vor Ort von seiner Familie. „Wir werden danach noch einige Tage in Frankreich Urlaub machen“, erzählt der 16-Jährige, der gerade das Gymnasium in Gleisdorf absolviert.

Neben Pflichtübungen muss er auch eine Kür präsentieren
Neben Pflichtübungen muss er auch eine Kür präsentieren © Spacecat.photoart

Schellneggers Ziel? „Ich will besser sein, als im letzten Jahr bei der WM.“ Die fand 2025 im oberösterreichischen Stadl Paura statt, Schellnegger belegte Platz neun. Aufregung verspürt er noch nicht. „Die kommt dann immer erst kurz vorm Start“, so Schellnegger. Für den Bewerb hat er sich vorgenommen: „Konzentriert zu bleiben, nicht zu viel nachzudenken und alles so durchzuturnen, wie wir es trainiert haben.“