Wegen Urkundenfälschung ist am Mittwoch der Geschäftsführer der Freiheitlichen Wirtschaft (FW) Kärnten am Bezirksgericht Klagenfurt zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Ihm war vorgeworfen worden, rund 20 Personen ohne deren Wissen als Kandidaten für die Wirtschaftskammerwahl in Kärnten aufgestellt zu haben. Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig, berichtete der ORF Kärnten.

Mehrere als Kandidaten der FW geführte Personen waren im März 2025 an die Öffentlichkeit gegangen: Sie gaben an, dass sie keine diesbezüglichen Unterschriften auf vorliegenden Einverständniserklärungen geleistet hätten. Die Staatsanwaltschaft ermittelte und stellte schließlich einen Strafantrag gegen den Geschäftsführer. Dieser habe von Unterstützungserklärungen für die FW Kopien angefertigt, teilweise habe er auch Vordrucke unterfertigen lassen, so der ORF.

20 Taten sprachen gegen Diversion

Vor Gericht wurde von dem Verteidiger des Mannes argumentiert, dass kein Schaden entstanden sei. Dem Antrag auf eine Diversion kam das Gericht allerdings nicht nach - dagegen sprach die Zahl der knapp 20 Taten. Verhängt wurde eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je 35 Euro (5250 Euro insgesamt).