Ein Treffpunkt für alle. So wurde der Carla-Laden in der Brucker Roseggerstraße von vielen wahrgenommen. Und auch jene, die nur am Geschäft vorbei marschiert sind, haben sich zumindest an den stets kreativ gestalteten Auslagen erfreut. Er hat sich in der Region sehr gut etabliert", freute sich Tamara Puff, Abteilungsleiterin der Caritas-Beschäftigungsprojekte, noch im letzten Jahr über den Laden, der 2017 eröffnet wurde.
Doch seit Sommerbeginn steht das Geschäft leer. Auf Anfrage der Kleinen Zeitung erklärt man seitens der Caritas: „Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen im Förderwesen haben wir entschieden, die Kräfte im Markt in Kapfenberg zu konzentrieren.“ Als sogenanntes „Beschäftigungsprojekt“, das arbeitsmarktfernen Personen durch die Beschäftigung in den Arbeitsmarkt heranführen möchte, seien die Carla-Läden auf Förderungen von verschiedenen Stellen wie dem AMS, dem Europäischen Sozialfonds, aber auch dem Land Steiermark angewiesen. Letzteres hat im Laufe des vergangenen Jahres bekannt gegeben, im Sozialbereich einiges einsparen zu wollen.
Auch beim Nachbar gingen die Lichter aus
Eine weitere soziale Einrichtung, die ob ausbleibender Förderungen ihren Standort aufgeben musste, ist mit dem Re-Use-Shop übrigens ein direkter Nachbar des Carla-Ladens. Auch dort gingen dieses Jahr die Lichter aus. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Brucker Standort können aber zum Glück woanders weiter arbeiten", heißt es vom Betreiber „pro mente“.
Spenden für den Schulstart
Bei der Caritas wird man nun jedenfalls den bereits seit fast 20 Jahren existierenden Carla-Standort in der Kapfenberger Grazer Straße gestärkt weiterführen „In Kapfenberg gibt es wie gewohnt gut erhaltene Waren zu fairen Preisen und natürlich die Möglichkeit, Sachspenden abzugeben", heißt es. Aktuell benötige man gut erhaltene Schulartikel wie Schultaschen, Federpenale oder Malsachen. Diese werden dann rechtzeitig zum Schulstart zu sehr günstigen Preisen angeboten.