Im Juni ist die Inflation in Österreich laut Daten der Statistik Austria auf 3,2 Prozent gefallen. Im Mai lag die Teuerungsrate noch bei 3,7 Prozent. Die Schnellschätzung für den Vormonat wurde damit bestätigt.

„Ausschlaggebend für den nachlassenden Preisdruck war der deutlich geringere Preisauftrieb bei Treibstoffen und Heizöl“, sagte Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk. Auch Nahrungsmittel, Tabak und Alkohol verteuerten sich weniger stark.

Ebenfalls schwächer als zuletzt entwickelten sich die Preise für Industriegüter, die um 1,1 Prozent zulegten – im Mai waren es noch 1,3 Prozent.

Laut Manuela Lenk (Statistik Austria) haben weiterhin die Dienstleistungen den größten Einfluss auf die Inflation
Laut Manuela Lenk (Statistik Austria) haben weiterhin die Dienstleistungen den größten Einfluss auf die Inflation © KLZ / Klaus_ranger

Dienstleistungen bleiben stärkster Preistreiber

Überdurchschnittlich kräftig stiegen indessen die Preise für Dienstleistungen. So wurden Gastronomie- und Beherbergungsdienstleistungen im Juni um 4,5 Prozent teurer. Die Preise für Gesundheitsdienstleistungen legten um 4,9 Prozent zu.

Der für europäische Vergleiche berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) wies für Österreich im Juni eine Teuerungsrate von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Im Vergleich zum Vormonat Mai ging der HVPI um 0,3 Prozent zurück.

Im Juli könnte das Pendel wieder nach oben ausschlagen. Die Ölpreise haben durch das Aufflammen des Iran-Konflikts wieder zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete zuletzt 84,78 US-Dollar. Anfang Juli war der Preis noch auf gut 70 Dollar gefallen. Nach einem dreitägigen kräftigen Anstieg haben sich die Ölpreise am Donnerstag vorerst stabilisiert.