Obwohl die Sommerferien schon längst begonnen haben, wuselt es im Schulzentrum Leoben. Dort sind jede Menge Kinder aus ganz Österreich anzutreffen, die spielen, singen, tanzen und ganz viel Spaß haben. Kaleidio, das größte Jungscharlager des Landes, hat am Sonntag gestartet und ist noch bis Freitag voll im Gange.
Fünf Erlebniswelten
Während die rund 300 Kinder und Begleitpersonen normalerweise in Gruppen aufgeteilt werden und verschiedene Erlebniswelten entdecken, befinden sich am Mittwochvormittag alle in „Elementia“. In dieser erfundenen Kinderstadt gestalten die Teilnehmenden vom Detektivbüro über das Bauamt bis zum Bauernhof ihre ganz eigene Welt. Die vier Elemente Wasser, Feuer, Erde und Luft spielen dabei eine entscheidende Rolle. Einen Magier gibt es ebenso, der die Macht über die Elemente innehat.
Die weiteren Erlebniswelten drehen sich um Bibel-Geschichten, aber auch um das „Abenteuer Zukunft“, wo man gemeinsam mit Mitarbeitenden der Montanuni entdecken konnte, woran geforscht wird. In den letzten Tagen wird die Dreikönigsaktion mit Projektpartnern aus Kenia und den Philippinen thematisiert. Und ganz wichtig: Einmal stehen die Kinder und ihre Rechte selbst im Zentrum.
„Elf von zehn Punkten“
An den Nachmittagen gibt es ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm. Dieses ist bei den Kindern sehr beliebt: „Wir haben vorgestern Party gemacht und so viel gesungen, dass wir am nächsten Tag gar keine Stimme mehr hatten“, lachen Sarah (11), Moni (10) und Laura (13). Die drei Mädchen sind extra aus Oberösterreich angereist, um am Kaleidio teilzunehmen. Gekannt haben sie sich vor ihrer Ankunft nicht, mittlerweile sind sie in Leoben aber zu Freundinnen geworden, die gerade die schönste Zeit ihres Lebens haben. „Es gefällt uns sehr“, sagen sie unisono.
Laurenz (11), Johannes (12) und Tim (12), ebenfalls aus Oberösterreich, sind schon richtige Profis, was Jungscharlager betrifft. „Wir fahren jedes Jahr zum Jungscharlager und wollten unsere Serie nicht unterbrechen“, betonen die Burschen. Das Kaleidio war also Pflichtprogramm. Wie lautet die Bewertung bis jetzt? „Elf von zehn Punkten“, meint Tim.
Viele Ehrenamtliche
Um das große Event, das zuletzt 2022 in Steyr stattgefunden hat, auf die Beine zu stellen, braucht es viele ehrenamtliche Helfer. Die „Speedys“ sind unter anderem für die Logistik des Events zuständig. „Wir bringen Material von A nach B, sind Klempner, Maler und die Menschen für alles. Wenn jemand Hilfe braucht, sind wir da“, erklären Lena Schuster und Michael Schuster sowie Lukas Kirchner aus St. Pölten. Ein Social-Media-Team ist rund um die Uhr im Einsatz, um alles auf Videos und Fotos festzuhalten und ein Presse-Team kreiert sogar eine eigene Kaleidio-Zeitung, die die Kinder am Ende der Woche mit nachhause nehmen dürfen.
Ein Highlight war auch der gemeinsame Gottesdienst am Mittwochabend mit Weihbischof Stephan Turnovszky und Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl. Genau wie am Eröffnungstag gibt es am Freitag wieder eine große Abschlussshow, bei der die Erlebnisse und Eindrücke der vergangenen Woche gemeinsam gefeiert werden.