Betonverbauungen, Baufahrzeuge, grelle Warnwesten und Ampelschaltungen waren auf der B 20 (Mariazeller Straße) in den letzten Jahren keine Seltenheit. Insbesondere im Thörlgraben musste man häufig mehr Zeit oder längere Umfahrungen über den Pogusch einplanen, derzeit ist auch am Seeberg Geduld gefragt. Wie berichtet, wird die Straße dort über eine Strecke von knapp zwei Kilometern abgefräst und neu asphaltiert. Das Land Steiermark macht dafür 1,3 Millionen Euro locker.
Für Autofahrerinnen und Autofahrer sind damit aktuell längere Wartezeiten an den wechselseitigen Ampeln in den Fahrtrichtungen Mariazell und Turnau verknüpft. Insbesondere zu Stoßzeiten bilden sich längere Staus, ehe man im Schneckentempo bergab oder bergauf durch die Kurven fährt. Von Seiten des Landes hofft man, die Bau- und Sanierungsarbeiten bis Mitte August abzuschließen. Bevor es damit so weit ist, kommt es aber noch für einige Tage zu einem gröberen Einschnitt.
Totalsperre im August
So wird die B 20 am Seeberg wegen der laufenden Asphaltierungsarbeiten für einen Zeitraum von drei Tagen (10. bis 12. August) komplett gesperrt. Los geht es am Montag um 7 Uhr, am Mittwoch um 18 Uhr wird die Straße dann wieder geöffnet. Der Verkehr wird in diesem Zeitraum großräumig über das Niederalpl (L 113) oder den Lahnsattel (B 23) umgeleitet.
„Sollten Sie in diesem Zeitraum nach Kapfenberg fahren müssen, bedenken Sie bitte die durch die Umleitung entstandene längere Fahrzeit“, warnt man auf der Website der Gemeinde Mariazell. Für Pendlerinnen und Pendler stellt die Sperre jedenfalls eine Nerven- und Geduldsprobe dar. „Bald ist die ganze B 20 eine Baustelle“, richtet eine Dame aus dem Aflenzer Becken der Kleinen Zeitung aus.
Rotes Kreuz fährt mit Blaulicht durch
Für planbare Krankentransporte wird auch das Mariazeller Rote Kreuz während der Totalsperre die Route über das Niederalpl wählen. „Für Einsatzfahrten im Notfall ist aber garantiert, dass wir durchfahren können", betont der Dienstführende Benjamin Leodolter. Es herrsche ein gutes Einvernehmen zwischen der Einsatzorganisation und den Baufirmen, „wenn wir drinnen losfahren, rufen wir während der Sperre auf einem Notfalltelefon an, damit uns der Weg freigemacht wird.“
Anders wird sich wegen der Sperre die Situation der Zeitungszusteller gestalten. Auf Seiten der „Accura Logistik GmbH“, die frühmorgens unter anderem die Kleine Zeitung ausliefert, erklärt man: „Unsere Zusteller werden auf den Ausweichrouten unterwegs sein. Es muss aber damit gerechnet werden, dass die Zeitung an diesen Tagen später kommt als sonst.“
Post kommt rechtzeitig
Mit keinen gravierenden Verspätungen oder Ausfällen rechnet man bei der Österreichischen Post, da die Zustellung in Mariazell ohnehin durch die Kolleginnen und Kollegen der Zustellbasis in Mürzzuschlag abgewickelt wird. Falls es doch über den Seeberg gehen muss, heißt es: „Da gehen aber davon aus, dass wir – so wie in der Vergangenheit – ‚durchgewunken‘ werden und somit die Zustellung wie gewohnt erfolgen kann.“