Am häufigsten wurden körperliche Übergriffe, gefährliche Drohungen sowie verbale Übergriffe von den Schulleitungen als Gründe für Suspendierungen angegeben. In 232 Fällen wurde zusätzlich Anzeige erstattet. Gemessen an der jeweiligen Anzahl der Kinder war der Anteil an Suspendierungen an Sonderschulen mit 2 Prozent sowie Mittelschulen mit 1,3 Prozent am höchsten. 83 Prozent der Betroffenen waren männlich.

Bildungsdirektorin Elisabeth Fuchs hob hervor, dass weiterhin nur ein kleiner Teil aller Schülerinnen und Schüler entsprechend aufgefallen ist. "Ist eine Suspendierung notwendig, stellen wir den Betroffenen Unterstützungsangebote zur Verfügung, um eine erfolgreiche Rückkehr in den Schulalltag zu ermöglichen", betonte sie.

Ergänzend etwa zur Begleitung mit Beratungslehrpersonen wird auch ein Onlineunterricht angeboten. Damit solle im Anlassfall während einer Suspendierung der Anschluss an den Unterricht sichergestellt werden. "Bisherige Erfahrungen zeigen, dass die Angebote gut angenommen werden und einen wesentlichen Beitrag zur Prävention und Wiedereingliederung leisten", berichtete Fuchs.