Das Feuer war gegen 9.00 Uhr ausgebrochen und hatte im Inneren des Hauses sehr schnell um sich gegriffen. Sofort wurde ein Großeinsatz ausgelöst - trotzdem stand das Rüsthaus in kürzester Zeit in Vollbrand. Im Inneren befanden sich zwei Feuerwehrautos - eines davon hätte überhaupt erst in wenigen Tagen offiziell in Dienst gestellt werden sollen. "An eine Rettung von Geräten, Material oder Schutzkleidung war nicht mehr zu denken", hieß es von der Einsatzleitung. Verletzt wurde beim Feuer niemand. Die Brandursache stand vorerst nicht fest, diese soll ab Mittwoch von Brandermittlern geklärt werden.

"Wir haben praktisch alles verloren", erklärte der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Lieserhofen, René Moser. Von der betroffenen Gemeinde hieß es, man werde "zusammenhelfen und schauen, dass es weitergeht" - doch alleine die beiden Feuerwehrfahrzeuge hatten einen Neuwert von 700.000 Euro. Geplant ist, dass alle Feuerwehren der Gemeinde Seeboden Teile ihrer Ausrüstung und auch ein Löschfahrzeug nach Lieserhofen abstellen.

Auch Landeshauptmann Feuerwehrreferent Daniel Fellner sowie Gemeindereferentin Marika Lagger-Pöllinger (beide SPÖ) sicherten Unterstützung zu: "Wenn eine Feuerwehr innerhalb weniger Stunden ihr Rüsthaus und ihre Einsatzfahrzeuge verliert, dann ist das ein schwerer Schlag, für die Feuerwehrfrauen und -männer ebenso wie für die gesamte Gemeinde." Über Bedarfszuweisungsmittel außer Rahmen soll das Geld bereitgestellt werden, um das Rüsthaus wieder zu errichten. Die Höhe der Unterstützung orientiert sich am tatsächlichen Schaden sowie an den Leistungen der Versicherung. Der Ersatz der beiden zerstörten Einsatzfahrzeuge erfolgt in enger Abstimmung mit dem Kärntner Landesfeuerwehrverband.