Heimo Fugger und Raphael Kokas haben bei den Bahnrad-Europameisterschaften in Cottbus für eine Sensation gesorgt. In einem von zahlreichen Stürzen und Rennunterbrechungen geprägten Madison-Finale (Zweier-Mannschaftsfahren) behielt das österreichische Duo kühlen Kopf. Auf den allerletzten Metern fingen sie die Konkurrenz noch ab und krönten sich zu den neuen Europameistern.

Dabei sah es lange Zeit nach einem Heimsieg für die Gastgeber aus. Die rot-weiß-roten Nachwuchshoffnungen erwischten einen verhaltenen Start und mussten mit ansehen, wie das deutsche Team früh die Führung übernahm. Die Deutschen dominierten das Geschehen über weite Strecken und hielten die Spitzenposition bis zur alles entscheidenden Schlusswertung. Fugger und Kokas ließen sich von dem Rückstand jedoch nicht aus dem Konzept bringen, bauten von Runde zu Runde mehr Druck auf und schoben sich immer näher an die Medaillenränge heran.

Im finalen Rennabschnitt initiierte Kokas schließlich einen perfekten Wechsel und übergab auf Position drei liegend an den Kärntner, der in der letzten Kurve die riskante Außenbahn wählte, sich neben das führende belgische Duo setzte und auf den letzten Metern sein Vorderrad als Erster über die Ziellinie schob. Mit insgesamt zweimal Gold und einmal Silber im Gepäck reist das erfolgreiche Duo zufrieden aus Cottbus ab.