Massenentführungen, auch von Schulkindern, sind in Nigeria weit verbreitet. Die Entführer sind meist jihadistische Gruppen wie Boko Haram sowie andere bewaffnete Gruppierungen. Bei der Entführung in Orire handelte es sich um die erste Massenentführung im christlich geprägten Süden des Landes. Besondere Bekanntheit erlangte die Entführung von 276 Mädchen aus einem Internat im Chibok im Nordosten Nigerias im April 2014. Viele der Mädchen sind seitdem freigelassen worden oder konnten fliehen. Doch etwa 90 Mädchen gelten weiterhin als vermisst.