Das Industrieunternehmen, das in der Elektronikbranche tätig ist, hatte bereits im März eine Anzeige erstattet, nachdem sieben Smartphones verschwunden waren. Einige Wochen später tauchte eines der Mobiltelefone in einem Handyshop in Kapfenberg auf. Die Ermittler stießen daraufhin auf die 24-Jährige, mit deren Ausweis das Handy offenbar an den Betreiber des Shops verkauft wurde. Gegenüber der Polizei stritt die Frau den Verkauf des gestohlenen Handys ab. Ihr Ausweis sei missbräuchlich verwendet worden.

Weitere Ermittlungen führten zu ihrem 31-jährigen Lebensgefährten aus dem Bezirk Leoben. Er ist bereits wegen diverser Eigentumsdelikte amtsbekannt und war zum Zeitpunkt der Diebstähle bei der Firma beschäftigt. Es zeigte sich, dass der Verdächtige bei der Arbeit Zugriff auf diverse Waren und Materialien hatte. So dürfte er nicht nur die Mobiltelefone, sondern auch Laptops und mit Gold versetzte Bestandteile, die für einen Recyclingprozess bestimmt waren, gestohlen haben.

Polizisten nahmen den 31-Jährigen über Anordnung der Staatsanwaltschaft Leoben fest. Er war nur teilweise geständig. Er sitzt in der Justizanstalt Leoben in Untersuchungshaft. Seine 24-jährige Freundin wurde wegen des Verdachts der Hehlerei und einer möglichen Beitragstäterschaft angezeigt.