São Miguel: Kraterseen und Aussichtspunkte
Ponta Delgada ist die größte Stadt der Azoren, deren Hauptinsel São Miguel ist. Sie ist idealer Ausgangspunkt für Ausflüge nach Sete Cidades: Das Dorf liegt zwischen zwei Seen in einem bewaldeten Vulkankrater mit rund fünf Kilometern Durchmesser. Ein perfektes Terrain für Wanderungen und Radtouren, der berühmteste Aussichtspunkt Boca do Inferno ist von einem Autoparkplatz über einen kurzen Fußweg zu erreichen.
Santa Maria: Die rote Wüste der Azoren
Auf der südlichsten Insel des Archipels fühlt man sich plötzlich auf den Mars versetzt: In Barreiro da Faneca leuchtet der Boden in Rot und Orange, es gibt kaum Vegetation. Der Ort wird oft als „Rote Wüste der Azoren“ bezeichnet und bildet einen spektakulären Kontrast zum Blau des Atlantiks.
Graciosa: Vulkanhöhle und Windmühlen
Windmühlen mit kuppelförmigen, roten Dächern, sanfte grüne Hügel – Graciosa gilt als eine der ursprünglichsten Inseln des Archipels, die allesamt vulkanischen Ursprungs sind. Der Sache im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund gehen kann man in der Vulkanhöhle Furna do Enxofre (Schwefelhöhle). Über eine Wendeltreppe steigt man knapp 40 Meter in die Tiefe, gelangt in eine große unterirdische Kammer mit etwa 130 Metern Durchmesser und zu einem See.
São Jorge: Faszinierende Fajãs und Naturpools
Durch Lavaströme und Erdrutsche sind am Fuß der steilen Küsten von São Jorge sogenannte Fajãs entstanden – flaches Land zwischen Meer und Klippen, auf dem kleine Siedlungen entstanden sind und wo sich oft auch Lagunen gebildet haben. Die Fajã da Caldeira de Santo Cristo ist die bekannteste und nur zu Fuß oder mit dem Boot vom Wasser aus erreichbar. Bei der Fajã do Ouvidor erwarten Besucher natürliche Meerespools im schwarzen Lavagestein, in der Fajã dos Vimes wird Kaffee angebaut.
Pico: Portugals höchster Berg und Unesco-Weinberge
Mit 2351 Metern ist der Pico der höchste Berg Portugals und das Wahrzeichen der gleichnamigen Insel. Faszinierend ist dort auch der Weinanbau, bei dem die Reben geschützt von aufgeschichteten Mauern aus schwarzem Lavastein direkt an der Küste gezogen werden. Diese Kulturlandschaft zählt seit 2004 zum Welterbe der Unesco. Das wichtigste Weinbaugebiet ist Criação Velha – Blick auf den derzeit ruhenden Vulkan Pico inklusive.
Faial: Die Vulkanlandschaft von Capelinhos
Einer der jüngsten Landstriche Europas ist die Mondlandschaft von Capelinhos auf Faial. Sie entstand durch einen Vulkanausbruch in den Jahren 1957/58, währenddessen der Leuchtturm teilweise unter Asche begraben wurde. Ein unterirdisches Informationszentrum erzählt die Geschichte der geologischen Besonderheit.
Terceira: Unesco-Welterbe in Angra do Heroísmo
Die prunkvolle Altstadt von Angra do Heroísmo mit zwei Festungen, einer Kathedrale und von Wohlstand kündenden Häusern erzählt von einer Zeit, als der Ort an der Südküste der Insel Terceira einer der wichtigsten Häfen für Zwischenstopps von Schiffen war, die zwischen Europa, Afrika, Asien und Amerika verkehrten. Das historische Zentrum, erbaut im 16. bis 18. Jahrhundert, gehört zum Welterbe der Unesco. Direkt neben der Stadt liegt die markante vulkanische Halbinsel Monte Brasil.
Corvo: Paradies für Vogelbeobachter im Atlantik
Nur ein Dorf gibt es auf der kleinsten und abgelegensten Azoreninsel, aber dafür ist Corvo eine beliebte Station von Zugvögeln wie dem Gelbschnabel-Sturmtaucher oder der Rosenseeschwalbe. Und entsprechend auch für Vogelkundler. Die Tiere nutzen den Außenposten im Atlantik als Rast- oder Brutplatz. Besonders im Herbst kann man oft sogenannte Irrgäste aus Amerika, die sich verflogen haben oder durch einen Sturm vom Kurs abgekommen sind, wie den Zitronenwaldsänger oder den Reisstärling beobachten.
Flores: Wasserfälle und üppige Natur
Üppige Vegetation, Kraterseen, aber vor allem die Wasserfälle sind Markenzeichen von Flores. Spektakulär ist ein Besuch im tief grün bewachsenen Felskessel Poço da Ribeira do Ferreiro im Westen der Insel, von dessen mehr als 100 Meter hohen Basaltwänden dutzende Wasserfälle herabstürzen, die eine Lagune speisen. Die Pflanzenwelt mutet mit den großen Baumfarnen, Moosen und Flechten urzeitlich an, mit Callas oder Alokasien (auf den Azoren als Zierpflanzen eingeführt, bei uns beliebte Zimmerpflanzen) auch tropisch. Reisetipp. Bis Anfang September verbindet Austrian Airlines immer dienstags Wien direkt mit Ponta Delgada auf der Azoreninsel São Miguel.