In einer Zeit, als man die Qualität von Actionfilmen daran bemaß, wie viele Gegner der muskelbepackte Held im Rahmen seines Rachefeldzugs (es waren fast immer Rachefeldzüge) ins Jenseits beförderte. Der sogenannte Body-Count. Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger waren die Topstars des Genres. Was nicht heißt, dass der am 6. Juli 1946 in New York geborene Sylvester Gardenzio Stallone nur in Trash mitgespielt hat. Im Gegenteil: Den Durchbruch feierte der Kleindarsteller mit „Rocky“, einem kleinen, dreckigen und wunderschönen Film zwischen Sozialrealismus und Pathos. Die Geschichte eines Boxers in Philadelphia erhielt drei Oscars (auch für besten Film), Stallone wurde immerhin nominiert.
Nach „Rocky“ und einigen viel schlechteren Fortsetzungen kam „Rambo“. Auch das ein kleines Meisterwerk über einen Vietnamveteranen. Die Fortsetzungen von „Rambo“ waren noch viel schlechter als jene von „Rocky“ und festigten Stallones Image als kalter Krieger: Ein strammer Held der Reagan-Ära, ein proamerikanischer Patriot. Stallone blieb der Action treu, führte sein durch eine Krankheit versteinertes Gesicht aber auch durch Komödien spazieren.
Er war nie ein großer Schauspieler, aber ein charismatischer Star, der auch später in vielen guten Rollen zu sehen war. Ein konservativer Ami , zugleich großer Kunstsammler (er malt auch selbst)