Am Sonntagabend wurde die Feuerwehr Untertal-Rohrmoos gegen 20.45 Uhr nach einem starken Unwetter ins Untertal gerufen. Eine Gewitterzelle hatte sich über 45 Minuten lang mit voller Wucht am selben Ort entladen, der Starkregen löste daraufhin einen massiven Murenabgang aus. Die Untertalstraße wurde im Bereich der „Wilde Wasser“-Mautstation auf über 600 Metern vermurt.

Dadurch wurden 30 Personen – zum Großteil Touristen sowie Hüttenbetreiber und Personal – eingeschlossen. Die Feuerwehr und die Bergrettung brachten sie mit einem Geländewagen und einem Kleinlöschfahrzeug in Sicherheit. Alle blieben unverletzt und wurden von der Feuerwehr wohlbehalten in ihre Unterkünfte gebracht.

Untertalstraße bis auf Weiteres gesperrt

„Wir haben an diesem Tag mit Unwettern gerechnet und befanden uns schon in Bereitschaft“, sagt Hermann Zechmann, Kommandant der Feuerwehr Untertal-Rohrmoos. Zufällig sei ein Einsatzleiter der Feuerwehr privat vor Ort auf der Waldhäuslalm gewesen, er habe sofort die nötigen Schritte gesetzt und seine Kameraden alarmiert. In dieser Gegend gehen des Öfteren Muren ab, diese sei laut Zechmann aber „wirklich massiv“ gewesen.

Die Feuerwehr Untertal-Rohrmoos war mit 26 Kräften im Einsatz, um Mitternacht konnten sie wieder einrücken. Unterstützt wurden sie von der Feuerwehr Schladming sowie der Bergrettung Schladming. Auch die Polizei war vor Ort. Nach Absprache mit dem Katastrophenschutz wurde eine Totalsperre mit einem Betretungsverbot eingerichtet. Die Untertalstraße sowie der Wanderweg sind bis auf Weiteres ab dem Gasthof Tetter gesperrt.