Wortwörtlich ein Raum voller Glück wartet auf die Besucher der Ausstellung der LEO GmbH in Hartberg. Ab Anfang Juli werden im Regionalbüro der Kleinen Zeitung in der Alleegasse Kunstwerke aus Hufeisen präsentiert. „Wir wollen auch Hufeisen von der Decke abhängen, sodass die ganze Ausstellung ein Glücksraum wird“, verrät Geschäftsführer Peter Prettenhofer.
Seit 2025 kooperiert die Lern- und Entwicklungswerkstätte Oststeiermark (LEO) aus Großsteinbach mit dem Künstler Sascha Exenberger aus St. Kathrein am Offenegg. Dieser hat sich unter dem Namen „Almart Hufeisenkunst“ und mit lebensgroßen Skulpturen aus Hufeisen wie dem Steirischen Panther oder auch Pferden, Drachen und Löwen einen Namen in der heimischen Kunstszene gemacht.
Kooperation bringt Metall zum Blühen
Bei LEO wiederum entstehen hauptsächlich kleinere Kunstwerke für Heim und Garten: Von Blumen, Herzen und Katzen bis hin zu Pferdebüsten reicht das Repertoire. Hauptsächlich gefertigt werden die Objekte von Kunstschmiedin Brigitte Gschanes und nach der künstlerischen Vorstellung von Sascha Exenberger. „Das war ein echter Glücksfall, dass sie zu uns gekommen ist“, streut Prettenhofer der Kunsthandwerkerin Rosen. Aktuell stellt sie etwa einen Auftrag für das Gestüt Piber fertig.
Die Arbeit findet mittlerweile sogar schon bei Ausflüglern Anklang: „Erst kürzlich hatten wir einen ganzen Reisebus an Senioren bei uns in der Werkstatt", freut sich Prettenhofer über die Entwicklung.
Die Ausstellung im Regionalbüro der Kleinen Zeitung wird übrigens auch eine Premiere für die LEO GmbH. „Das hatten wir vorher definitiv noch nie, aber wir freuen uns schon riesig auf diese Gelegenheit, unsere Arbeit zu zeigen“, so ein hörbar motivierter Peter Prettenhofer.
Fast ein Vierteljahrhundert Erfolgsgeschichte
Eine Premiere, wohlgemerkt, nach fast einem Vierteljahrhundert. Denn im kommenden Jahr feiert die LEO GmbH ihr 25-jähriges Jubiläum. „Begonnen haben wir ursprünglich mit der Restauration von Traktoren“, erinnert sich Geschäftsführer Prettenhofer. Damals stand das Kürzel LEO noch für „Ländliches Erlebnismuseum Oststeiermark“, gedacht als Beschäftigungsprojekt des EU-Regionalmanagements um dem Fachkräftemangel unter den Metallern zu begegnen. Ursprüngliches Ziel war es, ein Traktormuseum einzurichten.
Über die Jahre kamen jedoch Zug um Zug immer mehr Geschäftsbereiche hinzu. Aktuell bietet die gemeinnützige GmbH, die aus Mitteln des AMS gefördert wird, rund 70 Arbeitsplätze in so unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen wie der Zaun-Montage, der Fertigung von Konsolen und Vordächern, aber auch in der Reinigung, Essenszustellung und eben auch dem Kunsthandwerk.
Schmankerl und Öffnungszeiten
Bei der Vernissage am Donnerstag, dem 2. Juli , erwartet die Besucher ab 18 Uhr neben den Kunstwerken und dem Motto „Ein Stück Glück das bleibt“ auch eine Auswahl lokaler Schmankerl von „echt.Genusshandwerk“.
Nach der Eröffnung können Interessierte die Ausstellung jeweils zu den Öffnungszeiten des Regionalbüros der Kleinen Zeitung in der Hartberger Alleegasse von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12.30 Uhr und von 13 bis 16 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 13 Uhr besuchen.