Mit einem pompösen Festakt in der Hofburg setzte die FPÖ einen Schlusspunkt unter die Feierlichkeiten zu ihrem 70. Gründungstag. Die Schlüsselbegriffe in Herbert Kickls wie gewohnt kämpferischer Rede waren: Freiheit, Freiheit, Freiheit verknüpft mit der Warnung vor dem Verlust der eigenen Identität durch eine Handvoll dunkler Mächte. Als da wären die Machenschaften der schwarz-rot-grün-pinken Systemparteien im Inneren, der Europäischen Kommission und internationaler Gerichtshöfe im Äußeren.
Dieses politische Programm klingt in immer mehr Ohren attraktiv. Das ist verständlich, die Welt steht tatsächlich Kopf, wie FPÖ-Chef Herbert Kickl an einer Stelle seiner Rede formulierte: Wer wollte auch nicht, wenn er bloß könnte, all die Widrigkeiten der Wirklichkeit aus dem eigenen Haus aussperren? Genau das ist das große Versprechen der FPÖ: die Welt wieder auf die Füße stellen.
Österreich steht, zugegeben, vor einem Berg an Problemen. Aber Land und Leute zählen ungebrochen zu den wohlhabendsten auf dem Planeten – dank Öffnung und internationaler Vernetzung. Die FPÖ will einen anderen Kurs.