Etwas weniger als drei Monate nach dem Spatenstich nimmt die Modernisierung der Musikschule Hartberg konkrete Formen an. Der rund 230 Quadratmeter große Zubau in Massivbauweise ist bereits fertig. Sämtliche Vorarbeiten für Elektroinstallationen, die Heizung, sowie Klima-, Lüftungs- und Sanitäranlagen sind ebenfalls erledigt. Derzeit wird der Innenputz angebracht, so Bauleiter Thomas Bösenhofer von Singer Bau, der als Totalunternehmer das Projekt verantwortet. Nun folgen noch technische Installationen sowie die Inneneinrichtung.
Rückkehr im September praktisch fix
Damit ist die Modernisierung des rund 70 Jahre alten Gebäudes wie geplant auf Schiene, wie Bösenhofer bestätigt: „Der Unterrichtsbeginn wird sich mit Start des neuen Schuljahres Mitte September sicher ausgehen.“ Der letzte Feinschliff – etwa der Außenanlage – solle im Oktober erledigt sein. Somit wäre man sogar ein Monat früher als ursprünglich anvisiert fertig. Ein Befund, der bei Musikschuldirektor Alois Lugitsch freilich „große Freude“ auslöst, wie er sagt. „Die neuen Räume werden wunderschön, das sieht man jetzt schon“, so Lugitsch.
Ein Aufatmen dürfte es wohl auch unter Eltern mit mehreren musikalischen Kindern geben. Denn im Zuge der Baumaßnahmen findet der Unterricht derzeit aufgeteilt auf drei Standorte in Hartberg statt: im Schloss, an der Mittelschule Gerlitz und an der Volksschule. Mit Mitte September wird also auch das Eltern-Taxi wieder entlastet.
Mehr Platz für rund 600 Schüler
Der Zubau selbst wird einen Aufenthalts- und Übungsraum, ein weiteres Übungszimmer, einen Saal für die musikalische Früherziehung und Lagerflächen beheimaten. Ein besonderes Zuckerl wird es für die Schlagzeugklasse geben, die erstmals einen eigenen Übungsraum bekommt, anstatt sich diesen wie bisher mit den unterschiedlichsten Orchestern zu teilen.
Betreten wird die modernisierte Musikschule ab Herbst übrigens über den südlichen Trakt und das komplett barrierefrei. Ein Unterfangen, das Manfried Schuller, Leiter des Bauamtes Hartberg, als „nicht ganz einfach“ beschreibt. Immerhin hat das Gebäude schon mehrere Umbauten erfahren, sodass es galt „vier bis fünf unterschiedliche Niveaus“ anzugleichen.