Er hat eine Dissertation im Fach Zahnmedizin geschrieben, auch wenn man das zu seiner Studienzeit nicht musste. Er engagiert sich für die Fortbildung seiner Berufskollegen, organisiert Kongresse und Tagungen, auch wenn er mit seiner eigenen Praxis schon ausgelastet wäre. Und jetzt übernahm er auch das Amt des Präsidenten in der Kärntner Zahnärztekammer. Seine Kernaufgabe dabei: sich in Verhandlungen mit den Sozialversicherungsträgern um die flächendeckende Versorgung zu kümmern. Wenn man also davon schreibt, dass jemand mit aller Leidenschaft Zahnarzt ist, dann muss man unbedingt den Namen Martin Zambelli einfügen. „Und es ist tatsächlich mein Traumberuf seit ich zwölf Jahre bin“, erzählt der mittlerweile 56-jährige Klagenfurter. Seine Tante, eine Zahntechnikerin, brachte ihn mit dem Beruf in Berührung, seither ließ ihn die Faszination nicht los. „Man ist in diesem Beruf Bio-Psycho-Ingenieur und auch ein wenig Bastler“, gibt er eine ganz eigene Beschreibung seines Berufsstandes ab. Rund 330 Zahnärztinnen und Zahnärzte werden künftig von ihm vertreten, gut 200 haben einen Kassenvertrag, etwa 20 sind als angestellte Zahnärzte tätig.
Apropos Bastler: Solch einer ist er nicht nur beruflich, sondern auch privat. Als er mit 16 Jahren den James Bond Film „Im Angesicht des Todes“ gesehen hat, faszinierte ihn eine Szene besonders. „Die Russen schossen Roger Moore von seinem Schneemobil, die Vorderkufe wurde abgerissen und er baute sich daraus ein Snowboard.“ Ein paar Tage später baute Zambelli sein Surfboard um und ist seither leidenschaftlicher Boarder – wenngleich mittlerweile mit professioneller Ausrüstung. Oft mit dabei: Die fünf Kinder im Alter zwischen zehn und 21 Jahren und Ehefrau Martina.
Putz-Tipp vom Profi
Mit gut 30 Jahren Berufserfahrung hat Zambelli auch die Entwicklung der Zahngesundheit im Blick – und die stimmt positiv. „Es gibt zwar ein erstaunliches Stadt-Land-Gefälle - die Städter kümmern sich mehr um ihre Zähne - aber sonst sind wir gut versorgt. Auch wenn mittlerweile nicht mehr die Zahnärzte auf einen Kassenvertrag warten, sondern die Verträge auf die Mediziner.“
Doch wie putzt der Profi eigentlich selbst seine Zähne: „Ganz gewöhnlich mit einer Handzahnbürste. Die Elektrische wäre mir in der Früh zu laut.“ Nachsatz: „Wobei ich immer sage: Die beste Zahnbürste ist die, die überhaupt benutzt wird.“