Das Comeback von Adi Hütter bei Eintracht Frankfurt ist perfekt. Fünf Jahre nach seinem Abschied heuert der Vorarlberger zum zweiten Mal als Trainer des deutschen Fußball-Bundesligisten an. Der 56-Jährige übernimmt die Nachfolge des Spaniers Albert Riera, von dem sich die Eintracht nach nicht einmal vier Monaten getrennt hatte. „Für mich ist es etwas ganz Besonderes und emotional, wieder Trainer der Eintracht zu sein“, sagte Hütter, der einen Vertrag bis 2029 unterschrieb.
Hütter hatte die Frankfurter bereits von 2018 bis 2021 erfolgreich trainiert. Zuletzt arbeitete er bei der AS Monaco, wo er im vergangenen Oktober entlassen wurde. Hütter selbst sieht der neuen Aufgabe mit großer Vorfreude entgegen: „Die Zeit, die wir gemeinsam in Frankfurt hatten, hat mich geprägt und habe ich nie vergessen. Rückblickend hatte ich immer das Gefühl, noch nicht fertig zu sein.“
Nebengeräusche bei Abschied 2021
In seiner ersten Amtszeit hatte er die Eintracht 2019 ins Europa-League-Halbfinale geführt. Sein freiwilliger Abgang zu Borussia Mönchengladbach im Sommer 2021 - trotz eines noch zwei Jahre gültigen Vertrages - verlief dann allerdings nicht ganz geräuschlos. Hütter verkündete den bevorstehenden Wechsel mitten in der Saison-Schlussphase, wofür er später heftig kritisiert wurde. Die Eintracht stand zu diesem Zeitpunkt auf Rang vier, verspielte danach aber ein komfortables Sieben-Punkte-Polster und damit die Teilnahme an der Champions League. Die einstigen Differenzen sind jedoch längst ausgeräumt.
Nun soll Hütter die Eintracht nach der kurzen Riera-Ära wieder in ruhiges Fahrwasser und vor allem zurück auf die europäische Fußball-Bühne führen. Als Tabellenachter hatte Frankfurt in der abgelaufenen Saison einen internationalen Startplatz verpasst.
Hütter braucht „keine besondere Eingewöhnungszeit“
„Adi Hütter steht für mutigen Offensivfußball, Klarheit und Disziplin. Er hat bei seinen Stationen gezeigt, dass er temporeichen Umschaltfußball mit Ballbesitz vereinen kann“, begründete Sportvorstand Markus Krösche die Entscheidung für Hütter. Es sei ein Vorteil, dass der neue Trainer die Strukturen, „das Umfeld und Personen im und um den Club herum kennt und es keiner besonderen Eingewöhnungszeit bedarf“. Mit Hütter kommen auch seine beiden Co-Trainer Christian Peintinger und Klaus Schmidt nach Frankfurt.