Die Wahlbeteiligung bei Gemeinderatswahlen in Graz ist traditionell niedrig. 2021 waren es nur 54 Prozent aller Berechtigten, die zur Wahlurne geschritten sind, sprich: Von den damals 223.000 Wahlberechtigten gaben nur gut 120.000 tatsächlich ihre Stimme ab. Und am diesjährigen Termin am 28. Juni gibt es viel Konkurrenz: Der Formel-1-Grand-Prix findet in Spielberg statt und in der Früh spielen Österreichs Fußballherren ihr drittes und möglicherweise entscheidendes Gruppenspiel bei der WM.
Auf Initiative der ÖVP findet deshalb am Freitag, dem 19. Juni eine Art vorgezogener Wahltag statt – mittels Briefwahl. Der Parteienverkehr an allen Servicestellen wird an diesem Tag gezielt bis 20 Uhr verlängert, der „Briefwahltag“ wird auch extra beworben, um möglichst viele Menschen zur Stimmabgabe zu motivieren. Was viele nicht wissen: Beim Beantragen der Briefwahlkarte in einer Servicestelle kann man direkt vor Ort seine Stimme sofort abgeben. Damit spart man sich den Postweg – und der Stadt Kosten.
Ab 8. Juni kann man eine Briefwahlkarte beantragen
Damit die Servicestellen an diesem Tag aber nicht überrannt werden, weist man seitens des Wahlamtes darauf hin: Das geht nicht nur am 19. Juni, sondern durchgehend ab dem 8. Juni. Ab da kann man persönlich in den Servicestellen Briefwahlkarten beantragen, wenn man am eigentlichen Wahltag persönlich nicht in Graz ist. Online beantragen kann es bereits jetzt über diesen Link.
Und man betont auch: „Der Vorgang für die Ausstellung einer Wahlkarte und der Wahlvorgang dauert wesentlich länger als die Stimmabgabe beim vormals vorgezogenen Wahltag.“ Letzterer wurde gesetzlich wieder abgeschafft, eben weil es die Möglichkeit der Briefwahl gibt und diese so stark nachgefragt wird.