„Herrrrreinspaziert! Auf ins Wunderland! Welch Wunder(w)ort.“ Unter diesem Motto lädt die Kreativwerkstatt des Gleisdorfer Gymnasiums gleich zu vier Vorstellungen des Theaterstückes „Alice im Wunderland“. Die Premiere ist am 1. Juni (19 Uhr). Die kreativen Geister des Stückes sind die beiden Lehrerinnen Marianne Weninger und Maria Matzer-Löffler. Sie führen Regie, schrieben das Stück um, entwickelten die Choreografie, die Tanzeinlagen und die Musik. Ihr Lehrerkollege Oliver Hirzberger ist für Ausstattung und Bühnenbild verantwortlich.

Auf der Bühne stehen acht Schülerinnen und zwei Schüler aus dem sechsten Jahrgang. Sie haben sich für den Theaterschwerpunkt in der Schule entschieden. Die Hauptrolle der Alice spielt Lina Malek. Unterstützung gibt es von zwei jungen Musikerinnen aus der Schule, zwei Schüler kümmern sich um die Technik. Ein großes Projekt für die jungen Leute aus dem Gymnasium in Gleisdorf, mitten in dieser stressigen Schulphase.

Aber was bringt es den jungen Leuten, auf der Bühne zu stehen? Und wie bereitet man sich auf so ein langes Theaterstück vor? „Unsere Schülerinnen und Schüler müssen in andere Charaktere hineinschlüpfen, sie müssen raus aus ihrer Komfortzone. Sie profitieren davon sehr für ihr Berufsleben“, befindet Maria Matzer-Löffler, die das Stück für das Gymnasium Gleisdorf adaptierte. Und ihre Kollegin Marianne Weninger, verantwortlich unter anderem für die Regie und die Tanzeinlagen, ergänzt: „Die Schülerinnen und Schüler exponieren sich auf der Bühne vor dem Publikum. Das ist natürlich anstrengend, aber es lohnt sich auch.“ Wer vor 100 Leuten und mehr auftritt, dem fehlt es gewiss nicht an Selbstvertrauen.

Wochenlanges Arbeiten

Seit mehreren Wochen wird für die Aufführung geprobt. Sieben Tage lang wurde der Unterricht sogar aufgelöst – da konnten sich die jungen Leute ausschließlich auf das Stück konzentrieren. Geübt wurde aber auch daheim. „Schon seit drei, vier Wochen“, erzählt etwa Lina Malek, die Alice spielt. „Ich lernte täglich bis zu einer Stunde lang den Text.“ Auch ein eigener Song wurde komponiert.

Wer nun neugierig ist: „Alice im Wunderland“ kann am Montag und Dienstag (je 19 Uhr) in der Aula des Gymnasiums besucht werden. Hinzu kommen zwei schulinterne Aufführungen am Dienstag und Mittwoch.

Und im nächsten Jahr? Da wird wieder ein Stück eingeübt und aufgeführt. Dieses wird dann ernster. Maria Matzer-Löffler: „In der siebenten Klasse ist es ein schweres Stück.“