Manchen Kritikern galt es als eines der sichtbarsten Zeichen für die Aufblähung an der Spitze des Wirtschaftskammer-Apparats: Unter dem – nach den Turbulenzen im Vorjahr ausgeschiedenen – WK-Präsidenten Harald Mahrer gab es zusätzlich zu WK-Generalsekretär Jochen Danninger gleich drei Stellvertreter: Neben dem langjährigen Vize Herwig Höllinger waren das ab Juni 2025 Thomas Spann und ab September 2025 auch noch Eva-Maria Liebmann – erstmals bestand das Generalsekretariat damit aus vier Personen.

Das wird unter WKÖ-Präsidentin Martha Schultz nun „zurückgedreht“, nicht aus fachlichen, sondern aus strukturellen Gründen. Danninger und Höllinger bleiben in ihren Funktionen, Liebmann wechselt indes, wie berichtet, in ihr Heimatbundesland Steiermark und wird dort Anfang 2027 Direktorin der Landeskammer.

Ihr Vor-Vorgänger in dieser Position war Thomas Spann, der nach einem Jahr das Generalsekretariat ebenfalls verlässt und nun „die Rolle des Transformationsmanagers“ in der WKÖ übernimmt. In dieser Funktion werde er „die laufenden Reformmaßnahmen vorantreiben, als zentrale Schnittstelle zu den Reformanstrengungen der Landeskammern fungieren und gleichzeitig ein besonderes Augenmerk auf die Neuausrichtung der Kommunikationsaktivitäten der WKÖ legen“.

Schultz betont, dass es das Ziel sei, „eine schlankere, effizientere Organisation mit stärkerem Fokus auf die Transformation hin zu mehr Digitalisierung, klarerer Kommunikation und höherer Wirksamkeit für die Mitgliedsbetriebe“ zu schaffen. Mit Thomas Spann in dieser Rolle wolle sie „bewusst auf eine offensive Führungskraft mit langjähriger Erfahrung im Medienmanagement setzen“. Der Mix aus „fundierter Organisationskenntnis und intensiver Change-Erfahrung soll die Umsetzung der ambitionierten Reformziele gezielt unterstützen“.

Die aktuellen Maßnahmen seien „Teil des umfassenden Reformprozesses der WKÖ, neben den Änderungen im Management werden noch im Juni weitere Ergebnisse erwartet“.