Das gab es schon lange nicht mehr: 13 Song Contest-Beiträge haben den Sprung in die offiziellen Single-Charts Austria Top 40 geschafft. Es gab Jahrgänge, da sprach schon am Montag nach dem ESC kaum jemand noch vom Siegertitel, nach dem Wettsingen reihen sich neben „Bangaranga“ (Platz eins) und Cosmós „Tanschein“ auf Platz zwei eben noch elf weitere ESC-Nummern unter die erfolgreichsten Songs der Woche (ermittelt aus Downloads und Streams). Felicias Elektro-Dance-Stück „My System“ liegt auf Platz elf, obwohl es den Schweden eines der schlechtesten ESC-Ergebnisse aller Zeiten bescherte (Rang 20). Der rumänische Würg-Rock-Titel „Coke me“ stieg auf Platz 13 ein, die Hymne „Viva, Moldova!“ auf 15, gefolgt von „Michelle“ des Israelis Noam Bettan und dem finnischen Duo. Italiens Sal da Vinci könnte mit „Per sempre si“ einen Sommerhit landen und schaffte den Einstieg auf Platz 18, Sarah Engels erreichte Platz 21 der Austria Top 40.

Spielte es eine Rolle, dass Österreich heuer das Gastgeberland war? Ein Blick nach Deutschland zeigt: Mit „Bangaranga“ hat es erstmals seit 14 Jahren wieder ein ESC-Siegertitel an die Spitze der deutschen Single-Charts geschafft. Zuletzt gelang das Loreen mit „Euphoria“. Countertenor JJ SC-König JJ hatte im Vorjahr mit „Wasted Love“ nur Platz 13 erreicht. Cosmó zog auch in die Charts unserer Nachbarn ein – auf Platz 70 der Top 100. Daras „Bangaranga“ ist etwa auch in Portugal, der Schweiz und Belgien der meistestreamte Titel. Bis zum Finale am 16. Mai hatte übrigens auf Spotify Sal da Vinci die Nase vorne: Er setzte sich dort an die Spitze mit mehr als 28 Millionen Streams weltweit. Cosmó kommt übrigens am 30. Mai zur „Starnacht am Neusiedler See“ (ORF 2).

Italiens Sal Da Vinci mit „Per sempre si“: Er erreichte Platz fünf beim ESC in Wien
Italiens Sal Da Vinci mit „Per sempre si“: Er erreichte Platz fünf beim ESC in Wien © AFP/Tobias Schwarz