Es ist nichts Neues, dass sich Naomi Osaka bei Grand-Slam-Turnieren mit extravaganten Outfits für Aufsehen sorgt. Nach dem Labubu-Outfit bei den US Open und dem quallenartigen Kleid bei den Australian Open überraschte die Japanerin bei den French Open die Zuschauer wieder. So betrat sie in einem schwarzen Kleid von Kevin Germanier den Platz und erntete dafür auf den Rängen viel Begeisterung.
„Als ich es zum ersten Mal ausprobierte, kam ich mir vor wie der Eiffelturm, der um Mitternacht blinkt. Aber eigentlich war ich etwas besorgt, weil es durch die Sonne viele Spiegelungen gab und ich befürchtete, der Schiedsrichter würde mich vom Platz verweisen“, gab Osaka in der anschließenden Pressekonferenz zu.
Weniger begeistert zeigte sich ihre Gegnerin Laura Siegemund, die Osaka mit 3:6, 5:7 unterlag. „Ich bin hier, um Tennis zu spielen, nicht um eine Modenschau zu besuchen. Wenn manche das wollen, kein Problem für mich. Aber es gibt da etwas anderes: In unserem Sport, in jedem Turnier, zählt jede Sekunde, vom Moment des Öffnens der Wasserflasche an. Und sie bekommt 90 Sekunden zum Umziehen“, wetterte die Deutsche gegenüber Eurosport.
Osaka sieht es naturgemäß anders und erklärte: „Uns wird oft gesagt, dass wir als Spitzensportler auch Entertainer sind. Für mich fallen meine Einläufe auf den Platz bei Grand-Slam-Turnieren in diese Kategorie; es ist der einzige Moment, in dem ich mich wie eine Entertainerin fühle .“