Egal, was am Mittwoch passiert: Diese Handball-Saison wird in die Geschichte des Klubs und der Gemeinde Ferlach eingehen. Die Handballer verzücken das Publikum seit Saisonbeginn, stehen jetzt im Halbfinale und treffen daheim auf Grunddurchgangssieger Vöslau. Spiel eins der „Best-of-three“-Serie ist mit 23:25 auswärts knapp verloren gegangen, weshalb am Mittwoch (18 Uhr, ORF Sport+) nur ein Sieg die Saison verlängern kann. Allerdings: Gelingt das, ist in einem Entscheidungsspiel am Freitag in Vöslau alles möglich, der Druck liegt sowieso bei den Niederösterreichern. „Im Gegensatz zum Präsidenten von Vöslau habe ich nämlich keinen Titel von meiner Mannschaft gefordert“, sagt Ferlach-Boss Walter Perkounig mit einem Grinsen, weiß aber auch: „Wer in unserer Serie weiterkommt, hat gute Chancen. Chancen, die so schnell für einen Klub wie Ferlach auch nicht wiederkommen.“
Weil nämlich bereits ein (Mit-)Favoritensterben stattgefunden hat, Linz (3. nach dem Grunddurchgang) und Hard (2.) bereits an den anderen Semifinalisten Bruck/Trofaiach und Fivers Margareten scheiterten, Meister Krems (5.) an Ferlach (4.) zerschellte. „Die Saison ist jetzt schon eine ganz tolle, auch wenn wir ausscheiden sollten. Es ist etwas gewachsen nach dem enttäuschenden Vorjahr, wo wir nicht im Viertelfinale waren. Wir haben an Trainer Robert Begus festgehalten, das Team hatte weniger Verletzte und bekam immer mehr Sicherheit“, kennt Perkounig das Erfolgsgeheimnis, für eine Leistung, die Ferlach bereits die Europacup-Qualifikation gesichert hat. Und er weiß auch: „Unsere Halle wird voll sein, schon gegen Krems war die Stimmung so gut, dass ich Angst hatte, das Dach fliegt weg. Wir haben schon bewiesen, dass wir daheim jeden schlagen können.“
Zwei Ausfälle sind weiter Realität
Personell bleibt alles beim Alten, lediglich die Langzeitverletzten Lander Krobath und Stefan Wuzella fehlen weiterhin.