Um für ein Katastrophenszenario gewappnet zu sein, trainierten die Einsatzkräfte des Bereichsfeuerwehrverbandes Liezen am Samstag für den Ernstfall. Im Fokus der planmäßigen Übung des Katastrophenhilfsdienstes (KHD) stand das Zusammenspiel zwischen dem Bereichsführungsstab und zwei technischen Zügen – „so, wie es bei überörtlichen Schadenslagen nötig sein kann“, informiert Ronald Haider vom BFV Liezen. Ziel war es, Abläufe zu festigen, Kommunikation zu trainieren und die Führung auch bei mehreren gleichzeitig laufenden Aufgaben sicher zu gestalten.
In den Morgenstunden nahm der Bereichsführungsstab am Standort des Feuerwehrverbandes in Liezen die Arbeit auf. Kurz darauf trafen auch die eingesetzten Einheiten ein und sie wurden in die Übungslage eingewiesen. In Summe waren die beiden technischen Züge 5 und 6 mit 18 Fahrzeugen und 85 Einsatzkräften eingebunden. Der Führungsstab war mit 20 Mitgliedern besetzt und zusätzlich waren Vertreter der Bezirkshauptmannschaft Liezen vor Ort, um die Übung zu begleiten und zu unterstützen.
Kommunikation geübt
Die Übung war bewusst so angelegt, dass zwei Schadenslagen parallel zu bearbeiten waren. Damit wurde geübt, wie Kräfte sinnvoll eingeteilt, Aufträge klar formuliert und Rückmeldungen strukturiert verarbeitet werden. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Kommunikation – zwischen dem Führungsstab und den Zügen, aber auch auf der Abstimmung mit externen Stellen, wie sie bei tatsächlichen Einsätzen regelmäßig erforderlich ist. Im Verlauf des Tages wurde die Übung nach einem geplanten Szenarientausch fortgesetzt. Dadurch konnten beide Züge in beiden Lagen arbeiten, und die Führungsabläufe wurden unter veränderten Rahmenbedingungen nochmals trainiert.