Eigentlich sollte es dieses lange Pfingstwochenende über jetzt in Graz steigen: Das Springfestival hätte die Stadt über mehrere Clubs und öffentliche Plätze oder sogar Freibäder hinweg zum Tanzen gebracht. Anfang April wurde dann traurige Gewissheit, was schon viele angesichts des noch immer fehlenden Line-ups befürchtet haben: Das Festival kann 2026 gar nicht stattfinden – und zwar aufgrund finanzieller Probleme.

Gelegen hat es nicht wie bei vielen anderen Festivals an den ausbleibenden Förderungen, von dieser Seite sei man „großartig unterstützt“ worden, wie Erwin Hauser im April im Kleine-Zeitung-Gespräch erklärte. Der Knackpunkt sei aber das private Sponsoring gewesen, das ein Drittel des Budgets ausmache – ein sechsstelliger Eurobetrag fehlte, was zur Absage der Ausgabe 2026 führte. Möglicherweise leider auch eine Nachwirkung der Vorjahresausgabe: Im Nachhall des Amoklaufs am Dreierschützen-Gymnasium hatte sich das Team dazu entschlossen, das Festival aus Pietätsgründen in verkleinerter Form und vor allem nicht im öffentlichen Raum stattfinden zu lassen. Dadurch waren aber natürlich auch die Sponsoren weniger sichtbar.

Im Hintergrund hat sich aber auch hinter den Kulissen im Team einiges verändert. Übrig geblieben ist Booker Thomas Mussbacher, der mittlerweile mit neuen Partnerinnen und Partnern und auch ehemaligen Wegbegleitern an der Fortführung arbeitet. „Ab dem Moment, als die Absage feststand, habe ich begonnen, intensiv an einer neuen Struktur und an einer Weiterentwicklung des Festivals zu arbeiten“, erzählt er. Das Festival soll zu einem späteren Zeitpunkt in neuer Form realisiert werden.

Besonders schön und motivierend sei für ihn „die große Anzahl an positiven Nachrichten aus unserer Community. Man spürt sehr deutlich, dass es vielen Menschen ein echtes Anliegen ist, dass das Festival weitergeführt wird.“ Auch aus der Politik gebe es bereits positive Signale – deshalb sei man überzeugt, „dass man schon bald wieder etwas von uns hören wird“, so Mussbacher.