Sprachgewalt im Machtgerippe: "Sankt Falstaff" in der Burg
"Die Faktenlage fuckt mich ziemlich an": Mit diesem Satz, den Ewald Palmetshofer in seiner "Heinrich IV"-Überschreibung "Sankt Falstaff" dem Protagonisten in den Mund legt, bringt er die aktuelle Stimmung treffend auf den Punkt. Und doch ist es nur einer von vielen schnoddrig-poetischen Sätzen, die dieses Stück, das Karin Henkel am Samstag im Burgtheater zur österreichischen Erstaufführung gebracht hat, zu einem scharfsinnigen, sehenswerten Gegenwartskommentar machen.
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