Das Museum von Kobarid: Erinnerungen an eine der blutigsten Fronten Europas

Von 1915 bis 1917 tobten auf dem Gebiet des Flusses Soča (auf Italienisch Isonzo) zahlreiche Gefechte zwischen dem Königreich Italien, Österreich-Ungarn und dem Deutschen Kaiserreich. Mehr als eine Million Soldaten wurden bei diesen Schlachten an einer der blutigsten Frontlinien des Ersten Weltkriegs verwundet oder getötet.

Noch heute erinnert vieles in der landschaftlich traumhaft schönen Gebirgsregion an diese schreckliche Zeit. Unter anderem auch das Museum von Kobarid, nahe der Grenze zu Italien, rund eine Dreiviertelstunde Fahrzeit von Udine entfernt. Mit vielen Originalrelikten, Fotografien, Modellen und Berichten lässt es die Besucher den Kriegsalltag miterleben.

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Naturerlebnisse entlang der smaragdgrünen Soča

Einen Besuch des Museums sollten Naturliebhaber unbedingt mit Ausflügen in die Umgebung ergänzen. Die smaragdgrüne Soča mit der historischen Napoleonbrücke liegt nur einen zehnminütigen Spaziergang vom Weltkriegsmuseum entfernt.

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Noch eine halbe Gehstunde weiter erreicht man den Wasserfall Slap Kozjak. Dieser ist 15 Meter hoch und liegt halb in einer Höhle – ein beeindruckender Anblick. Bis zum Wasserfall führt ein gepflegter Wanderweg, der stellenweise über Hängebrücken passiert werden kann. An dessen Ende kann man eine Aussichtsplattform besteigen, von der aus man einen herrlichen Ausblick auf die mystische, fast filmreife Kulisse mit dem grünen Becken und weißen Wasserfall genießen kann.

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Auf dem „Weg des Friedens“

Kobarid ist jedoch nur einer von vielen Orten in der Region, die bis heute an die Schlachten erinnern. Besonders eindrucksvoll ist der sogenannte „Weg des Friedens“. Dieser Fernwanderweg beginnt im Dorf Log pod Mangartom und führt bis ins italienische Triest.

Unterwegs werden die Wandernden immer wieder mit Spuren und Erinnerungen an den Krieg konfrontiert. Etwa im Freilichtmuseum auf dem Berggrat Kolovrat: In diesem grenzüberschreitenden Museum lassen sich noch heute Schützengräben, Kavernen und Maschinengewehrstellungen besichtigen. All das steht in einem beklemmenden Kontrast zum idyllischen Naturraum und der atemberaubenden Aussicht.

Eine besondere Station auf dem Weg des Friedens ist die Heiligengeist-Gedenkkirche von Javorca. Sie ist den Gefallenen aus Österreich-Ungarn gewidmet und wurde von Soldaten, die zugleich Meister ihrer Handwerkskunst waren, errichtet.

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