"Herz-Kreislauferkrankungen sind immer noch die häufigste Todesursache in Österreich", sagte Steinhart. Obwohl es inzwischen gute Therapien gibt, sind Vorsorge und Früherkennung immer noch zentral. "Ein gesunder Lebensstil" könne viel dazu beitragen, die Krankheiten zu verhindern.

Auch Bürgermeister Ludwig und Stadtrat Hacker betonten die Wichtigkeit der Vorsorge. Ludwig unterstrich dabei, dass 2024 22,3 Prozent der Wienerinnen und Wiener eine Vorsorgeuntersuchung absolvierten. Dieser hohe Wert sei auch dem dichten Netz an niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie den dezentralen Gesundheitseinrichtungen geschuldet. Bei Herz-Kreislauferkrankungen sah er insbesondere im Vergleich zu den skandinavischen Staaten aber noch "Luft nach oben".

Vorsorge stand am Dienstag auch in der Wiener Innenstadt Am Hof beim Herztag im Mittelpunkt. Besucherinnen und Besucher können hier ihr persönliches Herz-Kreislauf-Risiko "kostenlos und unkompliziert" bestimmen lassen.

Neben ärztlicher Beratung werden an Ort und Stelle auch verschiedene Gesundheitschecks angeboten, darunter Blutzuckermessungen sowie eine erweiterte Laboruntersuchung wichtiger Risikomarker. Auf Basis dieser Ergebnisse – ergänzt durch Werte wie Blutdruck, BMI oder Bauchumfang – erhalten Teilnehmende eine fundierte Einschätzung ihrer individuellen Herzgesundheit.

Diese Untersuchungen sind ganz im Sinne der Gesundheitsministerin, die ebenfalls zur Vorsorge aufrief: "Nehmen Sie sich ein Herz und gehen Sie", so Schumann.