Die Burg Heinfels, auch bekannt als die „Königin des Pustertals“, schließt einen Meilenstein ihrer Revitalisierung ab. Am Mittwoch, dem 29. April, eröffnet im Westflügel das „Kulinarium Burg Heinfels“. Die Aktivierung der zweigeschossigen Gastronomie markiert den Abschluss der zweiten Ausbaustufe. Die Burg – mit einer Fläche von rund einem halben Hektar die bedeutendste Anlage ihrer Art in der Region – soll so als ganzjähriger Erlebnisort gestärkt werden. Zuvor wurde die Gesamtanlage in den Jahren 2016 bis 2020 durch das ortsansässige Süßwarenunternehmen Loacker und den Museumsverein Burg Heinfels im Rahmen eines Private-Public-Partnership-Modells (PPP) von Grund auf restauriert.

Kulinarik als Teil des Erlebnisses

Mit dem neuen Kulinarium will Burg Heinfels nun ansprechende Küche mit moderner Inszenierung verbinden. „Wir möchten eine Küche bieten, die höchste Qualität und Regionalität verbindet – und trotzdem leistbar bleibt. Entscheidend ist für uns ein authentisches Erlebnis in diesem besonderen Ambiente“, erklärt Marco Perez, Geschäftsführer des „Kulinarium Burg Heinfels“.

Das Angebot im Westflügel ist vielseitig gestaltet. So ist das Bistro mit Tagesbetrieb für Museumsbesucher und Wanderer ausgelegt. Es legt den Fokus auf Snacks, bietet aber auch eine wechselnde Mittagskarte. In der Taverne mit Abendbetrieb soll wiederum beim „Emotional-Dinner“ eine Verbindung aus Kulinarik, Geschichte und multimedialen Elementen geschaffen werden.

Burg Heinfels ist die bedeutendste Anlage ihrer Art in der Region
Burg Heinfels ist die bedeutendste Anlage ihrer Art in der Region © Museumsverein / Zeidler

Ein Sommer voller Vielfalt

Abseits der neuen Gastronomie bietet der Heinfelser Burgsommer auch 2026 ein dichtes Programm – von der traditionellen Volksmusik über moderne Konzertformate bis hin zum Turmlauf. Ein Höhepunkt ist die Musikmeile heimischer Gruppen am 17. Mai, bei der die Burganlage erstmals als zentraler Klangraum fungiert. Das Museum selbst erzählt auf rund einem halben Hektar Burgareal 800 Jahre Geschichte. Neu hinzu kommen heuer ein atmosphärisches Schattenspiel im Südtrakt sowie ab dem Sommer eine Greifvogelschau, die Natur und Historie vor eindrucksvoller Kulisse verbindet.