Finanzbildung ist der Schlüssel für eine sichere Zukunft. Dennoch herrscht in Österreich ein eklatantes Wissensdefizit: Viele Menschen können Brutto und Netto kaum unterscheiden, wissen nicht, welche Folgen Teilzeitarbeit für ihre Pension hat, oder unterschätzen, wie stark Steuern und Abgaben ihre Einkommen beeinflussen.

„Dieses fehlende Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge ist gefährlich – und es beginnt schon in der Schule“, betont Nika Basic, Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft Kärnten.

Schon heute zeigt sich: Fehlendes Finanzwissen führt zu falschen Entscheidungen, die langfristig in Altersarmut münden können. Der Teilzeitboom ist ein Beispiel dafür: Wer weniger arbeitet, hat nicht nur weniger Einkommen im Moment, sondern auch weniger Pensionsansprüche in der Zukunft.

„Viele verstehen nicht, dass unser System nur funktioniert, wenn alle ihren Beitrag leisten – sonst kippt es“, so Basic.

Lebenskompetenz vermitteln

Die Junge Wirtschaft Kärnten fordert daher, Finanz- und Wirtschaftsbildung endlich fix in den Lehrplänen zu verankern – und zwar von der Volksschule bis zur Matura. Nur wenn junge Menschen früh lernen, wie Wirtschaft funktioniert, können sie fundierte Entscheidungen treffen: ob beim Sparen, Investieren oder Gründen eines Unternehmens.

„Wir brauchen eine Generation, die weiß, wie man Vermögen aufbaut, Risiken minimiert und Eigenvorsorge betreibt. Das entlastet auch das Pensionssystem und macht den Standort zukunftssicher“, ergänzt Tobias Suntinger, stv. Landesvorsitzender.

Finanzwissen bedeutet nicht trockene Theorie, sondern echte Lebenskompetenz. Wer versteht, wie Steuern, Lohnnebenkosten oder Kapitalmärkte wirken, kann Chancen nutzen und Fehler vermeiden. Finanzbildung ist damit kein Nice-to-have, sondern eine Notwendigkeit für Generationengerechtigkeit und wirtschaftliche Stabilität.

Entgeltliche Einschaltung der Wirtschaftskammer Kärnten