1. Achten Sie auf eine gut ausgestattete Hausapotheke
Mit einer gut sortierten Hausapotheke können Sie leichte gesundheitliche Beschwerden rasch lindern und kleinere Verletzungen richtig versorgen.
Die Österreichische Apothekerkammer empfiehlt, Arzneimittel gegen Schmerzen und Fieber, Erkältungskrankheiten mit Husten, Schnupfen und Halsweh sowie Verdauungsstörungen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen auf jeden Fall zu Hause zu haben. Desinfektionsmittel, Wund- und Heilsalben sowie diverses Verbandsmaterial und Kühlkompressen helfen bei kleineren Verletzungen wie Schnittwunden, Verbrennungen oder Verstauchungen.
Wenn Kinder in Ihrem Haushalt leben, achten Sie zudem darauf, dass Medikamente auch für sie geeignet sind und besorgen Sie gegebenenfalls Arzneimittel speziell für Kinder.
Bewahren Sie Ihre Hausapotheke an einem kühlen und trockenen Ort auf, der für Kinder unerreichbar ist. Der Badezimmerschrank oder eine Küchenschublade sind daher nicht zu empfehlen. Wichtig ist auch, regelmäßig die Haltbarkeit von Medikamenten und Co. zu prüfen.
2. Frischen Sie Ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auf
Eine Umfrage hat ergeben: Zwei von drei Personen haben Angst, bei Erste-Hilfe-Maßnahmen etwas falsch zu machen. Auch wenn die meisten bereits einen Kurs dafür absolviert haben, gerät das Wissen um die lebensrettenden Handgriffe schnell in Vergessenheit. Eine Auffrischung der eigenen Kenntnisse zum richtigen Verhalten an Unfallstellen oder Wiederbelebung bringt die nötige Sicherheit in Notsituationen. Das Rote Kreuz empfiehlt, nach einem Grundkurs alle vier Jahre einen Auffrischungskurs zu absolvieren.
Wussten Sie, dass es meist Personen aus dem unmittelbaren Umfeld betrifft, wenn Erste Hilfe nötig ist? Mit guten Erste-Hilfe-Kenntnissen ist vor allem Ihren Verwandten, Freundinnen oder Arbeitskollegen geholfen.
3. Sorgen Sie mit einer Zusatzversicherung vor
Wer sich schon einmal in den Abendstunden, an Feiertagen oder am Wochenende verletzt hat oder plötzlich gesundheitliche Beschwerden aufgetreten sind, weiß: Der Hausarzt ist nicht erreichbar und in Krankenhausambulanzen gibt es häufig lange Wartezeiten.
Schnelle Hilfe kann in diesen Fällen eine Zusatzkrankenversicherung sicherstellen: Solche Services bieten eine rasche Erstversorgung bei einem Arzt oder einer Ärztin außerhalb der üblichen Ordinationszeiten. Zudem gibt es die Möglichkeit, ärztlichen Rat per Videotelefonie einzuholen.
Aber Achtung: Bei schweren oder lebensbedrohlichen Krankheiten und Verletzungen ist das kein Ersatz für einen Notruf bei der Rettung.
4. Machen Sie sich mit Notfall-Apps vertraut
Für Smartphone-Nutzerinnen und -Nutzer kann eine Rettungs-App ein einfacher Weg sein, die Einsatzkräfte zu verständigen. Damit alarmieren Sie wie gewohnt die Rettung und es wird eine Sprechverbindung zur Notrufleitstelle hergestellt, gleichzeitig wird Ihr Standort übermittelt. In der App können Sie außerdem nach Kliniken, Ärzten und Apotheken in Ihrer Nähe suchen und Standorte von öffentlich zugänglichen Defibrillatoren einsehen.
Viele Smartphones besitzen auch eine SOS-Funktion oder haben standardmäßig eine Notfall-App und einen Notfall-Pass installiert. Dort können relevante Gesundheitsdaten wie Blutgruppe und Allergien oder Notfallkontakte hinterlegt werden, die auch bei gesperrtem Bildschirm abrufbar sind.
5. Bewahren Sie Ruhe und handeln Sie überlegt
Im Zusammenhang mit medizinischen Notfällen heißt es häufig: „Jede Sekunde zählt.“ Trotzdem sollten Sie stets Ruhe bewahren und nicht unüberlegt handeln. Bevor Sie in einer Notsituation Erste Hilfe leisten, ist es besonders wichtig, sich einen Überblick zu verschaffen und beispielsweise die Unfallstelle bei einem Verkehrsunfall abzusichern.
Der Selbstschutz hat außerdem immer Priorität – helfen Sie nur dann, wenn Sie sich selbst damit nicht in Gefahr bringen. Auch bei kleineren Unfällen in der Freizeit sollten Sie nicht in Panik geraten, wenn einmal etwas passiert.
Entstanden in Kooperation mit UNIQA.