Als Andrea Schröttner vor einem Jahr wieder bei der gemeinnützigen Organisation LebensGroß anfing, fühlte es sich sofort vertraut an. Die 54-Jährige leitet heute die Wohnassistenz und den Wohnverbund Geidorf und kennt das Unternehmen bereits aus früheren Jahren. Bis 2008 war sie schon einmal hier tätig, danach arbeitete sie einige Zeit als Pädagogin in der Schule. Doch der Wunsch nach Veränderung kam. „Als ich die Entscheidung getroffen hatte, mich beruflich noch einmal zu verändern, war klar, dass das bei LebensGroß passieren soll“, erzählt sie. „Es war tatsächlich wie nach Hause kommen.“
Für Schröttner bedeutet ihre Leitungsfunktion vor allem eines: Verantwortung übernehmen und mitgestalten. „Ich wollte einen Rahmen schaffen, in dem gute Arbeit möglich ist – gemeinsam im Team, im Austausch mit Menschen und ihren unterschiedlichen Lebensrealitäten.“ Besonders schätzt sie die Kultur im Unternehmen. „Die Kommunikation ist sehr wertschätzend – auf allen Ebenen.“ Auch der Umgang mit Fehlern sei ein wichtiger Teil der Zusammenarbeit. „Es gibt eine offene Fehlerkultur. Im Vordergrund steht, was gut gelingt.“ Wenn sie heute zurückblickt, ist für sie klar: Würde sie noch einmal entscheiden müssen, würde sie wieder in den Sozialbereich gehen. „Es gab viele Herausforderungen – aber gerade daran bin ich auch als Mensch gewachsen.“
Fortschritte, die man jeden Tag spürt
Auch Elena Milojevic hat schon früh gemerkt, dass sie im Sozialbereich arbeiten möchte. Die 25-Jährige begann 2024 in der Schulassistenz und arbeitet inzwischen im Projekt „Digitales Lernen“. Dort lernen Menschen mit Behinderungen digitale Grundkenntnisse – und geben ihr Wissen später selbst als sogenannte Peers weiter. „Ich habe immer gerne im Bildungsbereich gearbeitet“, sagt Milojevic, die Erziehungs- und Bildungswissenschaften studiert hat und neben ihrem Job den Master plant. „In der Schulassistenz hatte ich aber für mein persönliches Verständnis irgendwann zu wenig Verantwortung. Im Projekt kann ich viel stärker gestalten.“
Besonders beeindruckt hat sie, wie schnell man auch kleine Fortschritte wahrnimmt. In der Schulassistenz arbeitete sie häufig mit nonverbalen Kindern. „Man sieht jeden Tag eine Entwicklung und merkt, dass die eigene Arbeit etwas bewirkt.“ Was ihr bei LebensGroß besonders gefällt, ist das Miteinander. „Die Arbeit hier passiert auf Augenhöhe – das finde ich wichtig. Außerdem merkt man, dass dem Unternehmen seine Mitarbeiter:innen wirklich wichtig sind.“ Neben zahlreichen Vergünstigungen etwa im öffentlichen Verkehr gebe es auch Angebote für körperliche und psychische Gesundheit. Für Milojevic steht fest: „Im Sozialbereich zu arbeiten ist einfach das, was mein Herz will. Es ist ein gutes Gefühl, einen wichtigen Part im Leben eines Menschen zu spielen.“
Vielfalt als Stärke
Christopher Sammer kennt LebensGroß aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Der 30-Jährige hat in den vergangenen vier Jahren mehrere Stationen im Unternehmen durchlaufen. Erst begleitete er Menschen mit Behinderungen auf deren Weg in den ersten Arbeitsmarkt, danach dockte er beim Innovationsprojekt „Zeit mit dir“ an. Seit etwa einem Jahr ist er nun in der mobilen sozialpsychiatrischen Betreuung tätig. Dort unterstützt er Menschen mit psychischen Erkrankungen in ihrem privaten Umfeld. Was ihn bis heute motiviert? „Mir gefällt, wie Menschen im Sozialbereich denken und ticken.“
Bei LebensGroß schätzt er vor allem die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. „Es ist ein lebendiges Unternehmen. Wenn man sich verändern möchte, wird das nicht nur akzeptiert, sondern gefördert. Diese Offenheit und der Rückhalt sind ein gutes Fundament.“ Und auch er spürt die Wirkung seiner Arbeit im Alltag. „Oft sind es nur Kleinigkeiten, mit denen man Menschen ein besseres Gefühl geben kann. Aber genau das ist doch großartig.“
Weil die Arbeit wirkt
Was Andrea Schröttner, Elena Milojevic und Christopher Sammer verbindet, ist ihre Überzeugung, mit ihrer Arbeit einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.
Bei der gemeinnützigen Organisation LebensGroß begleiten aktuell rund 1.900 Mitarbeiter:innen etwa 11.000 Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen. Die Vision dahinter ist eine Gesellschaft, in der jeder Mensch seine Potenziale entfalten und ein selbstbestimmtes Leben führen kann. Für die drei Mitarbeiter:innen ist diese Idee längst Teil ihres beruflichen Alltags geworden. Oder, wie Elena Milojevic es formuliert: „Es fühlt sich einfach gut an zu wissen, dass das, was man jeden Tag tut, für jemanden wirklich einen Unterschied macht.“
Entstanden in Kooperation mit LebensGroß.