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Blaha vs. SchellhornSoll der Staat krisengebeutelte Unternehmen als Investor retten?

Der Industriebetrieb MAN in Steyr steht vor dem Aus. Die SPÖ fordert einen Einstieg des Staates, die ÖVP ist dagegen. Die Debatte, ob der Staat notleidende Betriebe auffangen soll, kocht in der Pandemie wieder hoch. Die "Kleine Zeitung" lud Barbara Blaha (Momentum Institut Wien) und Franz Schellhorn (Agenda Austria) zum Pro & Kontra.

 

Pro

Strauchelnder Firmen durch den Staat kann funktionieren! Es darf aber nicht sein, dass Verluste verstaatlicht und Gewinne dann privatisiert werden. Auflagen des Staates, auch für den Klimaschutz, sind nötig. "
Barbara Blaha, Leitung des sozialökologischen Thinktank "Momentum Institut Wien"

Kommentare (18)
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shorty
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Und als nächstes wird in Steyr

BMW aufgefangen? Wartet noch ein paar Jahre. Der alte Direktor sagte bereits vor ca. fünf Jahren, auf die Umstellung von Verbrenner auf Elektro und den damit verbundenen Jobabbau in Steyr angesprochen sinngemäß: "Kein Problem! Von den 4500 gehen 1500 bis dahin in Pension, 1500 sind Leiharbeiter und können somit von heute auf morgen gehen, bleiben 1500 welche wir brauchen."

marinosale
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Selber schuld

Hr. Wolf hat ein faires Angebot gemacht. Er ist kein Wohltäter, aber es hätte die Mehrzahl der Belegschaft ihre Jobs behalten. Sie waren dagegen. Wieso jetzt der Staat einspringen soll, verstehe ich nicht

UHBP
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Warum den Staat beteiligen?

Es reicht doch, wenn der Staat für die Verluste aufkommt. Ich brauche keinen Staat mit dem ich die Gewinne teilen muss. Umsatzersatz, Unternehmergehalt von €2600, Förderungen, Zuschüsse in der Krise, Entschädigungen auch nach Malter überweisen, alles super.
Vorstände und Geschäftsführer in der Krise mit Steuergeldern hohe Boni und Prämien ermöglichen, auch toll.
Aber wenn es wieder läuft, dann soll der Staat gefälligst die Unternehmersteuern senken und beim Arbeitervolk sein Schulden eintreiben.

mahue
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Manfred Hütter: ?

Malter, und letzten Satz im Kommentar habe ich nicht verstanden?

derleobner
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Na wenn sich die Republik sich

das leisten kann am Schlag 8.000 Arbeitsplätze verloren gehen und den Mut nicht aufbringt, obwohl zwei Wirtschaftsparteien an der Macht sind, dann soll es eben sein. Heisst aber, Wirtschaftspartei kann nicht wirtschaften.

mtttt
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8000 Arbeitsplätze

Immer wieder Steyr. Als verlängerte Werkbank für vertragsbrüchige Volkswagen zu fungieren, ist absolut keine Zukunftsidee. VW soll gefälligst seine Zusagen einhalten, und dann wird am Standort wohl was geschehen, aber ohne den postkommunistischen Steyr Betriebsrat. Dann kann auf Basis freier Wirtschaft was neues entstehen. Aber mit den alten Zöpfen, niemals.

kritik53
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Warum?

Es geht bei MAN nur darum, dass sich von der Gewerkschaft aufgehetzte Günstlinge mit mehr als dem doppelten Bezug eines gewöhnlichen Arbeiters (der durchaus auch SPÖ Mitglied sein kann oder wird) in der Sonne rekeln können. Bei normalem Lohnniveau hätte wahrscheinlich auch MAN nicht an eine Betriebsschließung gedacht. Die realitätsfremden Arbeiter und Gewerkschafter sollen jetzt selbst schauen, wie sie das Dilemma lösen.
Es ist nicht Aufgabe des Staates, bisher schon privilegierten Gewerkschaftern ein Leben wie den Maden im Speck zu ermöglichen.

gehtso
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der Herr Schellhorn

ist DER Vertreter des klassichen Neoliberalismus. Weniger Staat, mehr privat. Ist eh' toll. Dann aber zuerst die 10 Milliarden vom Steuerzahler zur Bankentrettung zurückzahlen, die Absahner bei der ´Kärtner Hypo-Bank zur Kasse bitten und die 5-10 Milliarden, die diese Geschichte dem Steuerzahler gekostet hat, zurückzahlen, und so weiter.
Das derzeit praktizierte System ist für das Großkapital natürlich toll: Gewinne werden privatisiert, Verluste verstaatlicht - nachzulesen an unzähligen Beispielen.
Der Staat ist also ein schlechter Geschäftsmann - ja beio denb Sozis sowieso, aber auch dann, wenn DIE WIRTSCHAFTSPARTEI schlechthin das Sagen hat?
Das sind doch vom Kanzler abwärts über Blümel, Schramböck, Mahrer, Wöginger bis hin zu Schmid (der war überhaupt noch nie in der Wirtschaft) ALLES ausgewiesene Wirtschaftsexperten, die sollten das doch draufhaben!!!

Carlo62
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Bitte nicht schon wieder verstaatlichen!

Als die VOEST noch verstaatlicht war, gab es jährlich Verluste, die der Steuerzahler ausgleichen durfte. Damals war der Ruhaltinger (Zentralbetriebsratsobmann der VOEST) mächtiger als der Bundeskanzler!

Ragnar Lodbrok
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Mehr Privat - weniger Staat.

Alles wird verscherbelt und wenn die Privaten die Unternehmen ausgebeutet und gegen die Wand gefahren haben, darf der Staat wieder alles teuer zurückkaufen. Gut, ist hier etwas anders - die ÖVP jedoch steht für knallharte privatisierung.

Reipsi
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Natürlich N E I N

wenn sonst nicht überleben , wie kommt der Steuerzahler dazu Hohe Löhne zu sponsern, wir haben mit den Beamtengehältern schon genug zu berappen.

Stemocell
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Kommt drauf an,

welche Unternehmen. Diejenigen, die von der Politik willentlich und wissentlich in den Ruin getrieben wurden, sollten nun auch vom Staat gerettet werden. Ich denke hier an viele Unternehmen der Tourismus -und Gastronomiebranche, die aufgrund unnötiger und willkürlicher ‚Coronamaßnahmen‘ wohl nie wieder aufsperren werden. Artikel dazu in der heutigen Ausgabe der ‚Krone‘. Selbverständlich trifft es hier hauptsächlich kleine Unternehmen und Familienbetriebe, von Staat ‚gerettet‘ werden nur große Unternehmen, bei denen aber hauptsächlich schlechtes Management ausschlaggebend für den Ruin ist.

mahue
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Manfred Hütter: Stemocell

Verstehe ihren Unmut. Fakt ist aber die Tourismusbranche ist weltweit der Unternehmensbereich der am meisten leidet. Meine Frau geboren in der DOM.REP. Karibik hat nur Familienmitglieder, die in den großen Hotels und Ressorts arbeiten. Sitzen seit Monaten zu Hause, ohne staatliche Hilfe. Meine Frau hat Glück (arbeitet hier in einem REHA-Zentrum für Lungen-und neu Corona-Nachbehandlungen), aber auch Pech, weil sie bis zum Umfallen, durch Krankheit bedingten Ausfall von KollegInnen arbeiten muss. Kann aber dadurch ein paar Euro in die Heimat schicken, dass es ihre Familie nicht so hart trifft.

VH7F
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MAN Steyr ist Teil eines Konzerns,

Der offensichtlich nicht mehr benötigt wird. Ein anderer Konzern rund um Wolf könnte ihn teilweise zumindest eine Zeit lang benötigen. Was soll der Staat dort produzieren?

mahue
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Manfred Hütter: Meine persönliche Meinung

Der Staat als Investor hat nichts in der Industrie verloren, es reichen schon die Restbeteiligungen, die der Bund auch Länder noch haben. Warum:
Die jüngere Geschichte hat gezeigt, das dieses antike sozialistische, teils kommunistische Denken, nur Pleiten produziert hat und schon davor Dauerstützen des Staates notwendig waren.
Wir brauchen auch keinen versteckten Arbeitsmarkt für EX-Politiker und parteinahe Günstlinge.

dieRealität2020
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waren die Bankrotterklärungen in den verstaatlichten Unternehmen und beiden Beteiligungen in der Vergangenheit nicht nur in Österreich

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milliardenschwere Pleiten? Für die gezwungenermaßen verständlicherweise immer der Staat mit all seinen Vermögen aufkommen musste. Wobei damit die Machtpolitik der Parteien damit unterstützt wurde.
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Nachzulesen bei Europa und Austria Statistik. Seit den letzten 20 Jahren wird die arbeitende Bevölkerung immer kleiner die eine immer mehr anwachsende nicht arbeitende Bevölkerung tragen muss.
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Die CO2 Belastung kann nur vorrangig durch die Energieumstellung und Abgasverhinderungen in der Wirtschaft, aber auch durch eine vermindernde Verkehrsbelastung erfolgen. Was weltweit ein Vielfaches des Budgets der Staaten erfordert.
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Es gibt nur eine Energiequelle die getragen werden sollte. Die Sonnenenergie. Sie kostet nichts und trägt den Menschen bis zum Aussterben seiner Art.

Platon
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@dieRealität2020

Aufsatz gut, Thema verfehlt!

dieRealität2020
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Kopf schütteln. Da gibt es kein Pro noch Kontra.

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Hier gibts nur eine korrekte und einwandfreie sorgfältige wirtschaftliche kaufmännische finanzielle Handlungs- und Verhaltensweise.
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Natürlich sind derartige Handlungsweisen für manchen Betroffenen mit persönlichen Einschränkungen und großer persönlicher Problematik verbunden. Keine Frage. Unabhängig eines dementsprechendes Sozialplan, so haben wir aber in Österreich auch ein starkes ein soziales Netz.
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Es wird aber auch langsam Zeit das sich Menschen als Arbeitnehmer damit befassen auch persönliche Reserven anzulegen und nicht über ihre finanziellen Verhältnisse zu leben und zu handeln. Es gibt in unserem Leben ein stetig veränderbares wirtschaftliches Leben.
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Frage? Wieso wurde bei der totalen Schlecker Pleite und 6.000 betroffener Arbeitnehmer nicht auch so reagiert? Sollte ich noch einige Großpleiten aufzählen?