Es ist ein Projekt, das in den kommenden Tagen erst offiziell gemacht werden soll: Schon kommenden Montag wird eine Demofahrt mit einem selbstfahrenden Bus (“Projektname Torus“ samt Sicherheitschauffeur) zwischen dem Bahnhof Weststeiermark und Deutschlandsberg absolviert, in Kärnten wird die Strecke zwischen St. Paul Bahnhof (Lavanttal) und St. Andrä in Zukunft bespielt.
Es ist der Startschuss zu einem „Leuchtturmprojekt“, nach einem monatelangen Ausschreibungsverfahren holte sich ein Konsortium aus 19 heimischen Unternehmen den Zuschlag.
Ziel ist es, autonome Busse in den öffentlichen Verkehr zu integrieren, Bewusstsein und Vertrauen zu schaffen sowie einen Gewöhnungseffekt in der Bevölkerung zu erzielen, damit die autonomen/selbstfahrenden Busse auch akzeptiert werden. Anfangs wird noch ein Sicherheitsfahrer an Bord sein, Endziel bleibt, dass man ohne Chauffeur den Nahverkehr von Zubringerpunkten zu den Bahnhöfen entlang der Koralmbahn aufbaut.
Wirtschaftskammer und Alplab als „Motoren“ für selbstfahrende Busse
Das Projekt selbst nennt sich Roberta (Real wOrld automated Bus opERaTion Austria), mit dem Projektstart werden elektrische, autonome Busse gekauft, und in den Regelbetrieb integriert.
Letztlich ist es ein tiefgreifendes Forschungsprojekt, hinter dem in der Steiermark und in Kärnten Alplab und die Wirtschaftskammer rund um den umtriebigen Unternehmer Manfred Kainz stehen. Die Wirtschaftskammer brachte zum Beispiel ihr ganzes Netzwerk ein, um den Start zu ermöglichen. Zeitgleich startet das Projekt auch in Oberösterreich (Gesamtprojektleitung Roberta/FH OÖ) und Tirol.
Das Grazer Unternehmen Alplab ist einer der „versteckten Champions“ im Land: Man hat sich zu einem internationalen Player entwickelt, als Innovationszentrale für automatisierte, klimaneutrale Mobilität in Österreich und als Dienstleister rund um automatisiertes Fahren. Und jetzt übernimmt Alplab die Koordination/wissenschaftliche Arbeit für die Pilot-Region Steiermark/Kärnten.
Wer die selbstfahrende Busse betreibt
Die Strecken für das automatisierte Fahren liegen zwischen zehn und zwanzig Kilometern, die Busse werden von regionalen Verkehrsunternehmen (unterstützt von Bundesländern, Verkehrsverbünden etc.) betrieben. Bis 2030 wird das Projekt finanziert, der Regelbetrieb beginnt 2026/2027.