Durch die Koralmbahn sind Kärnten und die Steiermark näher zusammengerückt. Das wirkt sich laut Experten auch auf den Kärntner Immobilienmarkt aus. Robert Haubiz, Geschäftsführer von s REAL in Kärnten und Osttirol, ist davon überzeugt, dass einige Regionen dadurch deutlich aufgewertet werden. Konkret nennt er St. Paul im Lavanttal und St. Kanzian am Klopeiner See. „Der Unterkärntner Bereich profitiert sehr von der Anbindung an Graz. Bauträger kaufen Grundstücke, auch im privaten Bereich tut sich hier sehr viel“, betont Haubiz. Er erwartet, dass Wolfsberg im Zuge des Bahnausbaus ebenfalls einen Aufschwung erleben werde. Paul Perkonig, Branchensprecher der Kärntner Immobilienmakler, beobachtet ebenfalls seit längerem, dass vor allem Bauträger Interesse an Grundstücken in St. Paul im Lavanttal zeigen. Mittlerweile sind die Preise für Bauträger geeignete Grundstücke mit rund 2500 Quadratmetern auf rund 125 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Das ist im Vergleich zu Regionen wie Deutschlandsberg aber immer noch rund zehn bis 15 Prozent günstiger und sogar ein Schnäppchen im Vergleich zu beliebten Wohngegenden im Einzugsgebiet von Graz wie Seiersberg, wo man mit rund 390 Euro pro Quadratmeter rechnen kann.
Steigende Preise
Koralmbahn beschleunigt Anstieg der Grundstückspreise
Die neue, rasche Zugverbindung wertet Kärntner Immobilien in Regionen wie St. Paul im Lavanttal und Klopeiner See auch für Steirer auf. Die Nachfrage nimmt tüchtig Fahrt auf.
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