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VersehrtensportKolumbianer wollen in Miesenbach Fußball spielen

So sehr fühlen sich die Versehrtenfußballer aus Bogotá mit dem früh verstorbenen Martin Hofbauer verbunden, dass sie das Vereinswappen seines Teams am Trikot tragen.

Die Fußballer mit Prothese (in der blauen Dress) spielten gegen Fernsehstars in Kolumbien. © KK
 

Fast 12.000 Opfer gibt es in Kolumbien, die durch Minen während der Unruhen und bürgerkriegsähnlichen Zustände in diesem Land Südamerikas seit 1990 Gliedmaßen verloren haben. Dazu kommen viele Menschen, denen nach Unfällen oder Krankheiten ein Bein abgenommen werden musste. Ungebrochen aber ist bei vielen Männern die Begeisterung für Fußball. Seit dem Urteil der FIFA, das der junge Oststeirer Martin Hofbauer erwirkt hat, bei Bewerben auch mit Prothese spielen zu dürfen, wird er gerade von diesen als Held gefeiert.

Als nun am 4. Dezember die Profimannschaft der Versehrtenspieler in Bogotá gebildet wurde, erbat der Präsident der „Comisión de Fútbol de Amputados“, Alexander Vargas, eine Grußbotschaft des Clubs von Hofbauer, des UFC Miesenbach. Wie berichtet nahmen die Miesenbacher bei eisigen Temperaturen eine Videobotschaft für ihn auf.

Fußballmatch gegen Miesenbach

Vargas möchte aber auch gerne die Heimat Hofbauers kennenlernen. „Wir wollen nach Miesenbach kommen und gegen diese Mannschaft spielen und gegen viele weitere in Europa“, sagt Vargas. Allein, es fehle das Geld dafür und daher sucht Vargas Sponsoren.

 

Alexander Vargas (r.) will seine Mannschaft nach Österreich bringen. Foto © KK

In Kolumbien, erzählt er, gebe es zwei Arten des Versehrtenfußballs: Die einen Spieler haben keine Prothese, sie spielen mit Krücken. „Sie sind trotzdem sehr schnell und erreichen ungefähr 70 Prozent der Leistung eines konventionellen Teams“, sagt Vargas. 18 solcher Mannschaften gebe es in Kolumbien und rund 400 Spieler. Die zweite Sparte besteht aus Spielern mit Beinprothesen – zu ihnen gehört auch Vargas. Diese Mannschaft trägt zu Ehren von Hofbauer das Vereinswappen des UFC Miesenbach am linken Ärmel.

Spenden für Prothesen

Ein weiteres Ziel hat Vargas: So viele Spenden zu sammeln, dass Prothesen für alle Kolumbianer finanziert werden können. „Dabei ist es egal, ob sie Sport betreiben oder nicht“, sagt Vargas, der bei der lokalen Kirche in Bogotá arbeitet.

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