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KapfenbergNoch nicht genug: Ece feiert sein 25-Jahr-Jubiläum

Das Einkaufszentrum ece wird 25 Jahre alt. Im Duell mit Mitbewerbern und dem Internet will es sich regelmäßig neu erfinden.

Heribert Krammer widmet sich 2018 Gastronomie und Gesundheit
Heribert Krammer widmet sich 2018 Gastronomie und Gesundheit © Gepa
 

Der 25. Geburtstag lässt sich auf vielfältige Art feiern, beispielsweise mit einer exotischen Reise oder einem großen Feuerwerk. Handelt es sich beim Jubilar jedoch um ein Einkaufszentrum, sollen vor allem die Partygäste profitieren. „Unsere Kunden sollen etwas davon haben. Deshalb ist es uns gelungen, mit vielen Händlern einen 25-prozentigen Rabatt zu vereinbaren“, sagt ece-Chef Heribert Krammer vor der Geburtstagsfeier am Freitag und Samstag.

Eröffnet am 19. November 1992 mit 32 Geschäften, beherbergte Kapfenberg damals das erste steirische Einkaufszentrum außerhalb der Landeshauptstadt. „Der damalige Bürgermeister Klaus Prieschl hat visionär die Notwendigkeit eines innerstädtischen Einkaufszentrums erkannt “, sagt Krammer. Im Laufe der Jahre erweiterte das Einkaufszentrum zwei Mal – 1999 und 2006 – seine Flächen auf 20.000 Quadratmeter und lockte Branchengrößen wie H&M und C&A an.

Gleichzeitig formierten sich Mitbewerber in Leoben, St. Lorenzen und letztlich auch im Internet, weshalb sich das ece in den vergangenen drei Jahren neu erfand. Als „Marktplatz der Region“ rückten – ergänzend zum Sport – soziales Engagement und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt, im Streben nach einem reformpädagogischen Kindergarten musste Krammer jedoch einen Rückschlag hinnehmen. „Wir mussten erkennen, dass dieses Projekt für die Stadt kein Thema war. Alleine war es für mich nicht leistbar.“

Auf fruchtbaren Boden fielen hingegen Krammers Ideen zur Stadtverschönerung. Bereits 2010 initiiert, wurde Good Morning Kapfenberg ab 2013 zum Leitprojekt des damaligen Bürgermeisters Manfred Wegscheider.

Doch Heribert Krammer wäre nicht er selbst, würde er nicht den Blick in die Zukunft richten. Bereits seit 2016 gilt der Fokus wieder vermehrt dem Handel im eigenen Haus, um Frequenz und Umsatz – dieser beträgt heuer 65 Millionen Euro – in den 50 Geschäften mit 8000 Besuchern täglich halten zu können. „Es gibt keine Image-Standorte mehr.“ Stimmen die Zahlen nicht, ziehen sich die Unternehmen sofort zurück. Weil der Umsatz der im Oktober eröffneten Hervis-Filiale stimmt, vergrößert diese demnächst ihre Verkaufsfläche.

Im kommenden Jahr stehen zudem Gesundheit samt Wohlfühlzentrum auf 500 Quadratmetern und Gastronomie auf der Agenda ganz oben. Die Kette „Veggiezz“ beerbt das Restaurant „Veggiano“, während das Kaffeehaus „Dolce & Caffiano“ auf den Hauptplatz ins ehemalige Café Handl übersiedelt. Finanziert werden sollen sowohl der Gesundheits- als auch der Gastrobereich mittels Crowdfunding.

Weiterhin eine zentrale Rolle in Krammers Planungen spielt die Straße der Meister, eine Ansammlung von bis zu 50 Spezialisten zwischen Schloss Wieden und dem städtischen Hofer. „Wir haben schöne Fassaden, diese müssen wir nun füllen. Ich sehe es als existenziell für die Innenstadt an, dass etwas passiert.“

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