Vorwärts. Rückwärts. Seitwärts. Stopp. "Stopp! In den Teich da wollen wir nicht rein", tönt’s von Walter Fritz am Beifahrersitz. Aber noch lange, bevor das Auto schnurstracks im Wassergraben landen könnte, greift Fahrinstruktor Fritz im Arbö-Fahrsicherheitszentrum Ludersdorf ein, beziehungsweise ins Lenkrad. Der Ex-Rallyefahrer mit wohl einstelligem Ruhepuls ist an diesem Nachmittag so etwas wie das personifizierte Sicherheitsnetz für eine bunt durchgemischte Gruppe aus allen Alters- und Gesellschaftsschichten, die jedoch eines eint: Alle sind blind oder stark sehbeeinträchtigt und dürfen heute selbst ein Auto steuern. Eine neue "Erfahrung". Mit Fahrschulautos, die Fritz und sein Kompagnon notfalls mit den Pedalen am Beifahrersitz bedienen können.
Video-Reportage
Eine neue "Erfahrung": Hier fahren blinde Menschen mit dem Auto
Blinde Menschen fahren mit dem Auto. Hier geht es nicht um die Zukunft des autonomen Fahrens, sondern um Verkehrssicherheit, Vereinsleben – und manch Erinnerung an früher.
© Rene Strasser