„Unsere Entscheidungen brauchen immer sehr lange“, sagte Cheftrainer Kirk Furey vor wenigen Tagen im Interview mit der Kleinen Zeitung. Gemeint sind damit jene in der Kaderplanung, denn bei den Rotjacken geht seit Jahren vieles in Richtung Kontinuität, verstärkt wird nur punktuell. Im Vorjahr etwa dockten zum Start der Vorbereitung mit Jordan Murray und Mario Kempe nur zwei Neulinge an. Nach schweren Verletzungen von Murray aber auch Kapitän Thomas Hundertpfund wurde dann mit einem Legionärs-Duo nachgelegt, dass seit Montag offiziell wieder Geschichte ist: Verteidiger Josh Teves und Stürmer Nolan Moyle.
Moyle war zunächst als Mann für die Zukunft gesehen worden, was auch die Klubführung bestätigte. Richtig überzeugt hat der US-Boy allerdings nicht, traf lediglich zweimal, einmal davon im Play-off. Teves hätte sich einen Verbleib gut vorstellen können, lebte sich mit der Familie gut ein, scorte auch überzeugend. Dennoch soll der Fokus auch im Sinne einer gewissen Verjüngung nun auf andere gehen.
Über die Saison hinaus gebunden sind Stand jetzt nur sechs Spieler, hinter den Kulissen haben aber bereits der eine oder andere unterschrieben oder stehen kurz davor. Was auch der KAC in den kommenden Tagen der Reihe nach offiziell machen wird. So etwa Fabian Hochegger oder die Führungsspieler Hundertpfund und Clemens Unterweger, bei dem man – im Gegensatz zum nach Graz wechselnden David Maier – eine Offensive der 99ers abwehren konnte. Auch Sebastian Dahm will weitermachen. Während Mathias From die Athletiker gen Ausland verlassen wird, soll Dahms anderer dänischer Landsmann, Jesper Jensen Aabo bleiben. Mit Preissenkungen hingegen müssten Nick Petersen und Matt Fraser leben, wenn sie noch ein Jahr dranhängen wollen. Und spannend bleibt auch wie es mit Thimo Nickl weitergeht. Er hat Vertrag bis 2027, aber eine Klausel für höhere Ligen – will sich bei der WM in der Schweiz sicher ins Rampenlicht spielen.