Real Madrid hat die Tür ins Viertelfinale der Fußball-Champions-League weit aufgestoßen. Der Rekordsieger schickte ohne den verletzten David Alaba am Mittwoch im Achtelfinal-Hinspiel Manchester City mit 3:0 nach Hause. Matchwinner war Federico Valverde mit einem Hattrick vor der Pause. Titelverteidiger Paris Saint-Germain besiegte Chelsea 5:2, Arsenal erzitterte sich ein 1:1 bei Bayer Leverkusen. Das Märchen von Bodö/Glimt ging mit einem 3:0 gegen Sporting Lissabon weiter.

Das fünfte Jahr in Folge stehen einander Real und City in der K.o.-Phase der Königsklasse gegenüber. Die Madrilenen haben gute Chancen, sich zum vierten Mal und zum dritten Mal nacheinander durchzusetzen. Auf den Aufsteiger wartet im Viertelfinale nach dem 6:1-Hinspielsieg des deutschen Meisters bei Atalanta Bergamo wohl ein Schlager gegen Bayern München.

Valverde mit drei Toren

Bei Real fehlte neben Alaba, dem zuletzt Wadenprobleme zu schaffen machten, u.a. auch Jude Bellingham und Stürmerstar Kylian Mbappe verletzt. In Abwesenheit des Topscorers übernahm Kapitän Valverde das Toreschießen. Der 27-jährige Uruguayer nutzte erst einen perfekten langen Ball von Goalie Thibaut Courtois, um danach ManCity-Keeper Gianluigi Donnarumma zu umdribbeln (20.). Sieben Minuten später landete ein abgefälschter Pass von Vinicius jr. direkt in Valverdes Lauf, der Mittelfeldmann traf mit links im rechten Eck.

Ein echtes Zaubertor folgte in Minute 42: Nach einer geschupften Vorlage von Brahim Diaz legte Valverde den Ball in der Luft gekonnt an Marc Guehi vorbei und schloss mit dem zweiten Kontakt sehenswert ab. Vinicius jr. vergab nach Seitenwechsel die Großchance auf das 4:0. Nach einer Umschaltsituation wurde der enteilte Brasilianer im Strafraum von Donnarumma gelegt. Mit dem folgenden, aufreizend lässig geschossenen Elfmeter scheiterte der Offensivstar aber am City-Goalie (58.).

Chelsea gelang in der Neuauflage des Finales der Club-WM, das die Londoner im Sommer in den USA mit 3:0 gewonnen hatten, zweimal der Ausgleich. Am Ende ging PSG aber als klarer Sieger hervor. Bradley Barcola nagelte den Ball nach Kopfball-Vorlage von Joao Neves unter die Latte (10.). Dazu war vor der Pause nach dem 1:1 durch Malo Gusto (28.) Weltfußballer Ousmane Dembele nach einem sehenswerten Solo für die Pariser erfolgreich (40.).

Enzo Fernandez egalisierte erneut (57.), ehe ein Ballverlust von Chelsea-Goalie Filip Jörgensen die Niederlage einleitete. Barcola luchste dem Dänen beim Herausspielen den Ball ab, Vitinha legte ihn mit einem gefühlvollen Heber ins Netz (74.). PSG, das sich in der Zwischenrunde nur mit Mühe gegen den Ligarivalen AS Monaco durchgesetzt hatte, hatte noch nicht genug. Khvicha Kvaratskhelia legte einen Doppelpack nach und sorgte vor den Rückspielen nächsten Dienstag für eine hervorragende Ausgangsposition. Der Georgier traf erst mit einem Strich von der Strafraumgrenze (86.) und schließlich nach Querpass von Achraf Hakimi (94.).

Bodö/Glimt gewinnt wieder

Leverkusen ließ Favorit Arsenal nicht zur Entfaltung kommen und vor der Pause auch keinen einzigen der besonders gefährlichen Eckbälle des englischen Tabellenführers zu. Bei der besten Chance der Londoner traf Gabriel Martinelli die Latte (19.). Unmittelbar nach Seitenwechsel prüfte Martin Terrier mit einem Kopfball Arsenal-Goalie David Raya. Den folgenden Eckball von Alejandro Grimaldo verwertete Bayer-Kapitän Robert Andrich unbedrängt per Kopf (46.).

Auf der Gegenseite ging Noni Madueke im Finish nach einem leichten Kontakt von Malik Tillmann im Strafraum zu Boden. Der Video-Assistent (VAR) erkannte keine klare Fehlentscheidung und der verhängte Elfmeter hatte Bestand. Kai Havertz überwand den früheren Salzburg-Goalie Janis Blaswich, verzichtete gegen seinen Jugendclub aber auf den Torjubel (89.). Arsenal hatte als Topteam der Ligaphase bis dahin alle acht Saisonpartien im Bewerb gewonnen.

Die Chancen stehen gut, dass der Aufsteiger im Viertelfinale auf das Sensationsteam Bodö/Glimt trifft. Die Norweger, die in der Zwischenrunde bereits Vorjahresfinalist Inter Mailand ausgeschaltet hatten, setzten ihren Erfolgslauf gegen den portugiesischen Meister fort. Nach den jüngsten 3:1-Heimsiegen gegen ManCity und Inter gab es diesmal auf dem Kunstrasen nördlich des Polarkreises gar ein 3:0 zu bejubeln. Sondre Brunstad Fet per Elfmeter (32.), Ole Didrik Blomberg (45.+1) und Kasper Högh (71.) erzielten die Tore.