"Eines Tages ziehen die Kinder um in die Henselstraße. In ein Haus ohne Hausherr", schrieb Bachmann in der Erzählung "Jugend in einer österreichischen Stadt" (1961). Auch in ihrem "Kriegstagebuch" oder in "Drei Wege zum See" nahm sie immer wieder Bezug auf das kleine Reihenhaus mit Garten und Veranda in der Henselstraße Nr. 26 und seine Umgebung am Fuße des Kreuzbergls. 1933 bis 1945 lebte Bachmann hier bei ihren Eltern.
Klagenfurt
Klagenfurter Bachmann-Haus neuer Gedenk- und Begegnungsort
Klagenfurt hat seit Freitag nicht nur den Ingeborg Bachmann-Preis, sondern auch ein "Ingeborg Bachmann Haus". Das 2021 von Land und Stadt mit Hilfe der Kärntner Privatstiftung angekaufte Elternhaus, in dem die 1973 gestorbene Dichterin einen Großteil ihrer Kindheit und Jugend verbracht hat, soll künftig nicht nur als Gedenkstätte, sondern als Begegnungsort geführt werden, hieß es bei der offiziellen Eröffnung.
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