Ab den 1890er-Jahren wurden in der Hauptstadt Infrastrukturprojekte in Eisenbeton ausgeführt. Die ersten Eisenbetonbauten in der City wurden gegen 1900 hochgezogen. "Vor 130 Jahren war der neue Werkstoff Gegenstand von Experimenten und wurde euphorisch begrüßt", berichtete Andreas Nierhaus, der die Schau mit Eva-Maria Orosz kuratierte. Es entstanden Mehrzweckhäuser, die "neue öffentliche Sphären" boten, sagte Orosz - etwa Cafés oder in Kellerräumen Varietés über Wohnungen. Wien legte sich damit auch ein großstädtisches Kulturleben zu.