"Auch wenn Sie glauben, dass Ihnen in diesem Roman einiges bekannt vorkommt, möchte ich betonen: Die Geschichte ist zur Gänze von mir ausgedacht." Diese Vorbemerkung schickt die schreibende Buchhändlerin, die nicht nur mit Büchern über ihre "wundervolle Buchhandlung" und über eine Hausangestellte von Arthur Schnitzler bekannt wurde, sondern auch schon Krimis für Kinder und Erwachsene veröffentlicht hat, ihrem neuen Buch voran. Bei der Lektüre ist das freilich rasch als Schutzbehauptung entlarvt: Viele Details ihres Politkrimis wären glatt unglaubwürdig, wären sie uns nicht aus der innenpolitischen Berichterstattung der vergangenen Jahre geläufig.
Wien
"Freunderlwirtschaft": Politkrimi von Petra Hartlieb
Die heimische Literaturszene bereitet sich auf die kommende Nationalratswahl vor. Kurz nach Thomas Köcks umfangreicher "Chronik der laufenden Entgleisungen", einem Tagebuch des Dramatikers über innenpolitische Skandale und Strukturschwächen, hat Petra Hartlieb einen Kriminalroman vorgelegt, in dem es nicht nur um einen toten Minister geht, sondern einem viele skandalöse Vorgänge sehr bekannt vorkommen. Buch-Premiere ist am 10. September in der Wiener Kulisse.
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