Extremwettereignisse mit Starkregen und Überschwemmungen mögen oftmals einen anderen Eindruck hinterlassen, zwei Satelliten bestätigen hingegen, wie sich das Grundwasser in Europa auf niedrigem Niveau bewegt. Die Zwillingssatelliten, die die Erkenntnisse ermöglichen, umrunden seit 2002 den Erdball in knapp 490 Kilometern Höhe rund 15 Mal am Tag. An ihrer Datenauswertung sind im Rahmen des EU-Projekts "Global Gravity-based Groundwater Product" (G3P) Wissenschafter der TU Graz beteiligt, wie die Universität am Mittwoch mitteilte. "Wir kriegen hier tatsächlich Probleme mit der Wasserversorgung, da müssen wir uns Gedanken machen", fasste Torsten Mayer-Gürr vom Institut für Geodäsie an der TU Graz die bisherigen Auswertungen zusammen. Der Forscher leitet die Arbeitsgruppe Theoretische Geodäsie und Satellitengeodäsie an der TU und beschäftigt sich mit großräumigen Veränderungen auf der Erde, insbesondere im Rahmen des Klimawandels.