Die Proteste richteten sich gegen den Veranstalter, die Wiener Migrationsorganisation ICMPD. Auf Transparenten wurde die von 21 Staaten getragene Organisation zynisch als "verlässlicher Partner im tödlichen Migrationsmanagement" kritisiert. "Wir setzen uns gegen Abschiebungen, Push-Backs aufs Meer und in die Wüste, das Aussetzen des Familiennachzugs und Instrumente wie die Bezahlkarte ein. Diese werden allesamt vom ICMPD mitgestaltet oder mitgetragen", betonte Julia Fuchs vom No Border Summit in einer Aussendung.
Wien
Wiener Migrationskonferenz von Protesten überschattet
Überschattet von lautstarken Protesten hat Dienstagvormittag die zehnte Ausgabe der Vienna Migration Conference begonnen, bei der Spitzenpolitiker und Experten über aktuelle Herausforderungen in der Migrationspolitik diskutieren. Mit einer Sitzblockade vor dem Haupteingang des Palais Niederösterreich, symbolischen Grenzzäunen und Passkontrollen versuchten Aktivisten die Teilnehmer am Zutritt zum Tagungsgebäude zu hindern, woraufhin diese einen Seiteneingang nehmen mussten.
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